„Du hast Recht," sagte Achilles Tatius flüsternd; „aberdoch dürfen wir die Flucht eines so wichtigen Gefangenennicht länger verheimlichen, wenn wir nicht für seine Mit-schuldigen gelten wollen. Wohin denkst du, daß dieser unglück-selige Flüchtling geflohen sein mag?"
„Gerade das hoffte ich von Eurer größeren Weisheit zuerfahren, sagte Hereward."
„Glaubst Lu nicht," sagte Achilles, „daß er über denBvsphorus ist, um seine Landsleute und Begleiter aufzu-suchen ?"
„Das ist wohl zu fürchten," sagte Hereward. „Gewiß,wenn der Graf sich von Jemand rathen ließ, der die hiesigenVerhältnisse kennt, so ist ihm wohl dieser Rath gegeben worden."
„Die Gefahr, daß er von dort zurückkehrt an der Spitzeeiner racheschnaubenden fränkischen Schaar," sagte der Ako-luthvs, „ist nicht so drohend, als ich zuerst glaubte: dennder Kaiser hat bestimmten Befehl gegeben, daß die Fahr-zeuge, welche gestern die Kreuzfahrer ans astatische Uferbrachten, gleich zurückkehren und keinen Mann wieder herüber-bringe» sollten. Ueberdies haben alle, oder wenigstens dieAnführer, ehe sie übergeseht worden sind, das Gelübde ge-than, daß sie, da sie sich nun wirklich auf dem Weg nachPalästina befänden, keinen Schritt darauf zurückthun wollten."
„Von zwei Dingen ist also eins gewiß," sagte Hereward;„entweder ist Graf Robert jenseits der Meerenge, ohne dieMittel zu haben, mit seinen Genosse» zurückzukehren, umdas erlittene Unrecht zu rächen, und braucht also nicht ge,fürchtet zu werden, — oder er ist irgendwo in Consiantinopelversteckt, ohne Freunde und Verbündete, die sich seiner an,nehmen und seine Klagen offen unterstützen; — in beidenFällen halte ich es für unschicklich, im Pallast seine Flucht