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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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Als ich mich in einem Gemach über den Kerkern aus-rnhte," sagte Hereward,hörte ich ein Schreien von unten,das meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich eilte nachzusuchen,und war im höchsten Grad erstaunt, als ich, in das Gesäng-niß hinabschauend, zwar nichts deutlich sehen konnte, aberdoch ein Gewimmer vernahm, Las, wie ich schloß, von demWaldmenschen Sylvan herkam, dem unsere Soldaten dasSächsische so weit verständlich gemacht habe», daß sie ihn beidem Wärterdienst in dem Gefängniß gebrauchen können. Ichstieg mit einer Fackel hinab, und fand das Bett, auf welchesman den Gefangenen niedergelegt hatte, zu Asche verbrannt,den Tiger, der einen Sprung weit von dem Gefangenen an-gekettet war, mit zerschlagenem Schädel, den Sylvan sich amBode» windend vor Schmerz und Angst und keinen Gefange-nen in dem Kerker. Ich fand, daß alle Riegel von einemmytilenischen Soldaten von unserer Wache, als er zur be-stimmten Zeit die Kerker durchsuchte, aufgemacht worden wa-ren; und als ich nach ängstlichem Suchen endlich seine Leichemit einer Wunde im Hals entdeckte, mußte ich, indem ichLen Kerker durchsuchte, annehmen, daß der Graf Robert, dessenTollkühnheit eines solchen Streiches wohl fähig ist, vermit-telst der Leiter und Fallthüre, die mir beim Herabsteigenbehülflich gewesen waren, seine Flucht bewerkstelligt habenmüsse."

Aber warum machtest du nicht gleich Lärm, und ließestihn verfolgen?" fragte der Akoluthos.

Ich wagte es nicht," versetzte der Waräger,ohne Be-fehl von Euch zu haben. Der Lärm und die verschiedenenGerüchte, die daraus entstanden wären, hätten ein Nachsuchenzur Folge haben können, welches vielleicht dem Akoluthosselbst Verdacht hätte zuziehen können."