der hätte erwischen lassen, und nun in den Baracken derWaräger gefangen sitze? — auf welche Art wollte ich michvertheidigen, wenn ich diesen Söldlingen verrathen würde?— Was ein Mann thun konnte unter dem Schutze U. l. F.von den gebrochenen Lanzen, das habe ich gethan. Ich habeeinen Tiger erschlage», einen Wärter getödtet, und das ver-zweifelte Ungeheuer, das ihm beistand, überwunden. Es hatmir nicht an Worten gefehlt, diesen Waräger aus meineSeite zu bringen — wenigstens vem Anschein nach; doch dasalles läßt mich nicht hoffen, daß ich lang zehn oder zwölfendieser Rindfleischfresser stehen könnte, zumal wenn ein starkerhandfester Bursch, wie dieser mein Begleiter ist, sie führt. —Doch pfui, Robert! solche Gedanken sind eines NachkömmlingsKarls des Großen nicht würdig. Seit wann wärest du ge-wohnt, so ängstlich deine Feinde zu zählen, und seit wanndürftest du so argwöhnisch sein, da der, welcher sich des Trugsunfähig nennt, wenigstens auch bei anderen Redlichkeit vor-aussetzen muß? Der Blick des Managers ist offen, seinGleichmut!) in Gefahr unverkennbar, und seine freie herzlicheSprach? ist nicht die eines Verräthers. Wenn er falsch ist,so verdient die Hand der Natur keinen Glauben: dennTreue, Biederkeit und Muth sind ihm an der Stirn zu lesen."
Während Graf Robert also über seine Lage nachdachte,und die Zweifel und argwöhnischen Gedanken bekämpfte, dieaus der Ungewißheit derselben hervorgingen, sing er an zumerken, daß er seit vielen Stunden nichts gegessen hatte;und unter manchen Zweifeln und Befürchtungen heroischererArt verfiel er auch auf den Argwohn, daß man seine Kraftdurch Hunger brechen wolle, ehe man ins Gemach dringenwürde, um ihm den Garaus zu machen.
Wir werden am besten sehen, ob Hereward diesen Arg-
11 *