betheiligte Person seid, so unterwerfe ich mich in dieser SucheEurer Meinung; doch hoffe ich, daß Ihr mir erlaubt, EuremEntschluß mit einigen Rathschlägen beizuspringen, die alltäg-licher und nüchterner Art sind. Eure Flucht aus de» Bla-chernäkerkern muß bald bekannt werden. Aus Klugheit mußich selbst der erste sein, sie allzuzeigen, weil sonst Verdachtauf mich fallen könnte — Wo gedenkt Ihr, Euch zu verber-gen? denn gewiß, man wird überall strenge Nachsuchunghalten."
„Was das betrifft," sagte der Graf von Paris, „so mußich mich auf dich verlassen, und mit Dank jede Lüge anneh-men, die du für mich erfinden kannst; nur bitte ich dich, sowenig Lügen als möglich zu machen: denn sie sind eine Münze,die ich nicht schlage."
„Herr Ritter," antwortete Hereward, „ich muß Euchvornweg sagen, Laß kein Ritter, der je Las Schwert umgür-tete, ein größerer Verehrer der Wahrheit ist, als der armeSoldat, der mit Euch redet, wenn man ihn ebenfalls mitWahrheit bedient; aber wenn das Spiel nicht von Ehrlichkeitabhängt, sondern davon, daß man die Vorsichtigkeit andererdurch Verstellung einlullt, und ihre Sinne durch einen Schlaf-trunk benebelt, können diejenigen, die keinen Anstand nehmen,mich zu betrügen, schwerlich von mir erwarten, daß ich, Lenman mit falscher Münze bezahlt, meinerseits nun rechtlich undehrlich handeln solle. Für jetzt müßt Ihr Euch in meinerschlechten Wohnung, in den Baracken der Waräger, wo manEuch gewiß am letzten suchen wird, versteckt halten. Hiernehmt meinen Mantel, und folgt mir; und da wir nun baldaus dem Garten sein werden, so kannst Lu mir, ohne Ver-dacht zu erregen, wie eine den Offizier begleitende Schild-wache folgen; denn das sollt Ihr wissen, edler Gras, daß wirGraf Robert n. 11