Druckschrift 
47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
137
Einzelbild herunterladen
 

137

keinen besseren Anführer wünschen können. Außerdem warunser Freund Hereward sein Gesellschafter und Begleiter, wiewir gesehen haben, und theilte so das Wohlwollen, das dergrößte Theil dieser Myrmidvnen für den neuen Achilleshatten.

Die Anhänglichkeit, die sie für ihren Anführer hatten,war gewiß so groß, als es bei seinem Mangel an Ehre undAchtung nur möglich war. Der von Hereward gefaßte Planzur Befreiung des Grafen von Paris begriff demnach so vielTreue zu dem Kaiser uud zu dessen Stellvertreter, dem Ako-luthvs, als sich mit dem Entschluß vertrug, dem beleidigtenFranken Recht zu verschaffen.

Um Liesen Plan auszuführen, führte er den Grafen Ro-bert aus den unterirdischen Gewölben des Blachernäpallastes,dessen Jrrgäuge er in der letzten Zeit kennen gelernt hatte,da ihn Tatius oft dahin auf die Wache schickte, um beimAusbruch der Verschwörung von seiner Ortskenntniß Vmtheilzu ziehen. Als sie sich im Freien befanden, und von den fin-steren Thürmen des Pallastes etwas entfernt waren, that erdem Grafen von Paris geradezu die Frage, ob er den Philo-sophen Agelastes kenne. Die Antwort war verneinend.

Seht Ihr nun, Herr Ritter, Ihr schlagt Euch selbst,wenn Ihr mir waS aufbinden wollt," sagte Hereward.Ihrmüßt ihn kennen; denn Ihr wäret gestern bei ihm zurTafel."

Ah! bei dem Gelehrten?" sagte der Graf.Ich wüßtenicht, daß ich dir oder irgend Jemand etwas von ihm zuoffenbaren oder zu verbergen haben könnte. Er ist vollSchlauheit, halb Herold und halb Sänger."

Halb Kuppler und ganz Schuft," fügte der Warägerbei.Hinter der Maske der Gutmüthigkeit verbirgt er sich,