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„Und du hast auch meinen Gesellen auf dieser Wachterschlagen?"
„Wenigstens tödtlich verwundet."
„Wenn Ihr erlaubt, so wurde ich Euch für einen Augen-blick Waffenstillstand dankbar sein, während dessen ich seineWunde untersuchen könnte."
„Er ist dir zugcsichert. Verdorren soll die Hand, dieeinen falschen Streich führt wider einen offenen Gegner!"
Der Waräger gab seine vorsichtige verlheidigende Stel-lung auf und untersuchte beim Schein der Laterne die Wundedes ersten Hüters, welcher nach seiner römischen Kriegsklei-dung zu der sogenannten Schaar der Unsterblichen zu gehörenschien. Er fand ihn im Todeskampf, aber noch fähig zusprechen.
„Bist du endlich gekommen, Waräger?" sagte der Ster-bende. „Deiner Faulheit und Verrätherei also habe ich mei-nen Tod zuzuschreiben? — Antworte mir nicht! — DerFremdling hat mich über das Schlüsselbein gestochen. Hättenwir länger zusanimengelebt, so würd' ich dasselbe dir gethanhaben, um die Erinnerung gewisser Verhandlungen am Gold-nen Thor zu verlöschen. Ich kenne den Gebrauch des Messerszu gut, um ungewiß zu sein über die Wirkung eines Stichsüber dem Schlüsselbein von so starker Hand. Ich fühl', eskommt. Der sogenannte Unsterbliche wird nun, wenn diePriester nicht lügen, ein wirklicher Unsterblicher. Der Bogendes Sebastes von Mitylene ist zerbrochen, bevor sein Köcherhalb geleert ist."
Der griechische Räuber sank in Herewards Arme undbeschloß sein Leben mit einem letzten Seufzer. Der Warägerlegte die Leiche auf den Boden und sagte: „Das ist eineverwickelte Geschichte. Ich bin gewiß nicht berufen, einen