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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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geschützt und hatten als einzige Trutz waffe den Dolch. EinenAugenblick betrachteten sie sich einander und prüften ihre Ver-theidigungsmittel, bevor sie einen Stoß wagten, dem, wenner nicht traf, ein tödtlicher Gegenstoß folgen mußte. Wäh-rend dieser Pause fiel von der Fallthür ein Schimmer herab.Der Waldmensch leuchtete mit einer neuen Fackel in denKerker und sab angstvoll auf die beiden Gegner.

Ficht herzhaft, Gesell!" sagte Robert von Paris, dennwir kämpfen nicht mehr im Geheimen. Dieser ehrliche Kum-pan hat sich zum Kampfrichter aufgeworfen."

Der Waräger sah hinauf. Der Kampf zwischen Neugierund Schrecken auf dem Gesicht des Affen war ,o grotesk, daßHereward unwillkührlich ein Gelächter auffchlug.Sylvan,"sagte er,gehört zu denen, welche lieber das Licht zu einemsolchen Tanze halten, als ihn mitmacheu."

Was nothigt uns den» eigentlich, diesen Tanz sufzu-führen?" fragte Graf Robert.

Nichts als unsere Lust dazu," erwiederte Hereward,denn ich sehe keinen Grund, der uns bestimmte, einen sol-chen Streit an einem solchen Ort vor einem solchen Zuschauerauszufechten. Du bist, wenn ich nicht irre, der kühne Franke,welcher vorige Nacht hier bei dem angeketteten Tiger einge-sperrt wurde."

Der bin ich," erwiederte der Graf-

Und wo ist das Thier?"

Dort liegts, fortan nicht furchtbarer mehr, als dasReh, welches er seiner Zeit gefressen haben mag."

Der Graf deutete auf den Tiger. Hereward betrachteteihn und fragte verwundert:Und das ist dein Werk?"

Allerdings," antwortete Robert gleichgültig.