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dich zu holen, sonst soll dirs, bei Sanct Swithin, übel be-kommen. Herbei also, gutwillig, und ich will diesmal diePeitsche sparen."
Das Thier ward augenscheinlich Lurch diese Rede bewegt.Mit schmerzvollem Blick schien es dem Grafen Lebewohl zusagen und schlich der Leiter zu mit derselben Gutwilligkeit, wieein armer Sünder, der gehenkt werden soll. So wie es aberbemerkte, daß der Graf ihm zornig nachblickte und den furcht-baren Dolch schwang, ballte es die Fäuste, wie ein Mensch, dereinen-feste» Entschluß gefaßt bat, kehrte zurück und verstecktesich hinter dem Ritter, jedoch mit der Miene eines Ueber-länfers, der sich nicht reckt daheim füblt, wenn er zum erstenMal gegen seinen ehemaligen Befehlshaber ausgeboten wird.
Dem Hüter ging die Geduld aus. Mit einem Schlüssel-bund in der einen Hand, mit der andern sich am Leiterbaumhaltend, und eine Art Blendlaterne mit helmförmigem Bodenans dem Kopf, stieg er die Leiter herab. Kaum hatte er denBoden erreicht, so fühlte er sich von kräftigen Arme» um-schlungen. Anfangs backte er, es sei der störrige Sylvan,der ihn umfaßt hätte, und rief: „Schuft! laß mich los, oderdu bist des Todes!"
„Du bist des Todes," erwiedcrte der Graf, welcher denVortheil der Ueberraschung und der Geschicklichkeit im Rin-gen voraus hatte.
„Verrath! Verrath!" rief der Hüter, als er die fremdeStimme hö:te. „Hülfe! Ho! tzcreward! — Waräger! —Angelsachse —oder welchen versinchken Namen du sonst führst!"
Während dieser Ausrufe packte Robert ihn an der Kehle,so daß er am Ende nicht weiter rufen konnte. Beide sielenschwer zu Boden, der Kerkermeister untenhin. Dem Gebotder Selbsterhaltung folgend, stieß ihm Robert den Dolch in