er nickt zugleich versucht hätte ihm den Dolch zu entreißen.Rodert zog ihm die scharfe Klinge durch die Hand und zucktesie von neuem, um idm den Hals zu durchbohren. VonSchmerz und Äugst gelähmt sank der Waldman» kläglich, fastwie ein Mensch, winselnd zurück und bedeckte seine Augenmit der unverletzten Hand.
Graf Robert ein grimmer Kriegsmann, war außer demKampf sanft und von mildem Sinn, besonders gegen niedereGeschöpfe. Es kam ibm plötzlich der Gedanke: „Warumsollt' ick diesem armen Ungethüm ein Leben nehmen, nach wel-ch, m kein zweites folgt? — Könnte es nicht ein Fürst oderRitter sein, der in diese abenteuerliche Gestalt verwandeltund verurtheilt ist, diese Gewölbe und ihre Wunder bewachenzu helfen? Es wäre schmählich ihn zu tödten, nachdem ersich auf Gnade und Ungnade ergeben. Ist es ein bloßesTbier, so mangelt ihm vielleicht nicht das Gefühl der Dank-barkeit. Ich habe von Sängern das Lied von Andrvcles unddem Löwen gehört." Er stand auf und ließ den Waldmen-schen gleichfalls aufstehen. Dieser schien die erwiesene Gnadeanzuerkennen, indem es leise im Tone des Dankes und derBitte murmelte. Der Graf befestigre die Fackel, welche demAffen entfallen und zum Glück nickt ausgegangen war, wie-der auf dem Vorsprung der Wand, zog aus seiner TascheWundbalsam, gezupfte Leinwand und eine lange schmaleBuire, bestrich und verband die Wunden des geduldigen Af-fen und sagte ihm dabei in strengem Ton, er thue vielleichtUnrecht, bei ibm einen Balsam anzuwendcn, der für dieedelsten Ritter bereitet sei, und beim geringsten Zeichen vonUndank würde er ihm den bereits gefühlten Dolch bis ansHeft in den Leib stoßen.
Der Sylvan sah den Grafen starr an, und als ob er