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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
106
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hohem Grade beherrschte, suchte er eifrig nach einem Wege,um aus dem Kerker zu entschlüpfen: denn nur aut dieseWeise durfte er hoffe», seine Gräfin wiederzufiuden. Endlichfand er eine Oeffnung in der Wand, aber sie war stark ver-schlossen und verriegelt.Ich habe den Eingang gefunden,"rief er aus;er ist an der nämlichen Seite, von wo ich deineStimme höre aber wie soll ich die Thüre aufmachen?"

Ich will dich das Geheimniß lehren," sagte Urses.Könnte ich doch so leicht jede Thüre aufthun, die uns vonder freien Luft trennt- Hebe die Thüre mit aller Kraft indie Höhe, und die Riegel werden sich aufthun; stoße danndie Thüre vorwärts, und sie wird weichen und sich öffnen.Ich wünsche, daß ich dich wirklich sehen könnte, nicht alleindarum, weil der Anblick eines so tapferen Mannes schön seinmuß, sondern weil ich daran erkennen wollte, daß ich nichtfür immer in Finsterniß begraben wäre."

Während er so sprach, packte der Graf seine Rüstungzusammen, von der er nichts vermißte als sein Schwert Tran-chefsr, und versuchte es dann, die Thüre seines Gefängnisseszu öffnen, wie es ihm der Blinde angegeben hatte. Wenner die Thüre vorwärts stieß, so fand er jede Anstrengungvergeblich; aber als er seine ganze Riesenkraft zusammeunahm,und die Thüre-aufhob, so weit es ging, hatte er die Freudezu finden, daß die Riegel nachgaben. In einer ausgehauenenRinne liefen diese Riegel, nachdem sie ihre Haken verlassenhatten, weiter vor; und ohne Scklüssel, bloß auf einen star-ken Druck vorwärts, that sich eine kleine Oeffnung auf.

Ich höre dich," sagte Ursel,o Fremdling! du bist inmein Gefängniß gekommen. Ueber drei Jahre bin ich heim-lich damit beschäftigt gewesen, die Rinnen, in welcher die ei-sernen Riegel laufen, auszuhauen. Wohl zwanzig solcher