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werden, daß er keine Verbindung mit Brenhilda's Zimmerfand, und er überzeugte sich, daß man sie letzten Abend unterdem Vorwand religiöser Bedenken nur darum getrennt halte,um ihnen auf hinterlistige Weise Nachstellungen zu bereiten.Sein eigenes nächtliches Abentheuer haben wir bereits kennengelernt; und der Erfolg, womit er die große Gefahr bis jetztbestanden hakte, ließ ihn hoffen, daß sich Brenhilda durcheigene Kraft und Stärke so lange gegen alle Angriffe vonList und Gewalt halten würde, bis er ihr zu Hülfe eilenkönne. ,,Jch hätte," sagte er, ,,gestern Abend dem ArgwohnBohemund's mehr Vertrauen schenken sollen: denn seineWinke ließen es mich deutlich genug merken, daß etwas Ver-dächtiges in dem Weinbecher sei. Doch pfui über den hab-gierigen Hund! wie hätte ich glauben können, daß er an sowas dächte, da er nicht frei von der Leber wegsprach wie einMann, und mich aus Kaltherzigkeit und niedriger SelbstsuchtGefahr laufen ließ, von dem hinterlistigen Despoten vergiftetzu werden?"
Hier ließ sich die Stimme von der nämlichen Seite herwieder hören: „Heda! Fremdling! Lebt Ihr, oder seid Ihrgemordet? Was bedeutet dieser erstickende Rauch? Um Got-tes willen, antwortet mir, da mir leider meine Augen, diefür immer erloschen sind, keine Auskunft geben!"
„Ich bin in Freiheit," sagte der Graf, „und das Unge-heuer, Las mich verschlingen sollte, hat ausgebrüllt. Ichwollte, Freund Ursel, du hättest diesen Kampf sehe» und be-zeugen können; und wenn du auch eine Minute später dasGesicht wieder verloren hättest, so wäre es doch der Mühewerth gewesen, und würde dem vom größten Vortheil gewe-sen sein, der meine Geschichte schreiben wollte."
Während er sich so der Eitelkeit überließ, die ihn in