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Rieael müssen beseitigt werden, ehe ich freie Luft einathmenkann. Darf ich da hoffen, daß mir Kraft genug bleibenwerde, das Werk auszuführen? Doch, glaube mir, edlerFremdling, daß es mich freut, auf diese Art zu deiner Ret-tung be>getragen zu haben: denn sollte der Himmel unserferneres Streben nach Freiheit nicht segnen, so können wiruns doch einander trösten, so lange uns die Tyrannei Zusam-menleben läßt."
Graf Robert sah sich um, und schauderte darüber, daßein menschliches Wesen in einer solchen Todtengruft von Trostsprechen konnte. Ursel's Kerker war nicht über zwölf Qua-dratfuß groß, oben gewölbt, und die Wände waren aus star-ken eng an einander liegenden Steinen gebaut. Ein Bett,ein Schemel gleich dem, welchen Robert dem Tiger an denKopf geworfen hatte, und ein Tisch von gleicher Beschaffenheitmachten die ganze Ausstattung aus. Auf einem großen Steinüber dem Bette standen die wenigen aber furchtbaren Worte:„Zedekias Ursel, hier eingesperrt an deS Märzen Zdus o. I). —,starb und wurde an diesem Drte begraben—". Eine leere Stellewar hier zur Ergänzung des Satzes offengelassen. Die Gestalt desGefangenen war bei der Verwilderung seines ganzen Aeußerennicht zu erkennen. Sein ungestutztes und ungekämmtes Haupt-haar fiel als Weichselzopf herab, und vermengte sich mit einemBart von übertriebener Länge.
„Sieh mich an," sagte der Gefangene, „und freue dich,daß du den elenden Znstand noch sehen kannst, in welchemhartherzige Tyrannen ihre Mitgeschöpfe versetzen können."
„Warst du es," sagte Graf Robert, dessen Blut in denAdern starrte, „der das Herz hatte, diese Steinblöcke zu durch-hauen, welche diese Riegel halten?"
„Ach!" sagte Ursel, „was sollte ein Blinder thun? Ich