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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
104
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vom Bett. Deo Tiger, denn das war das Thier, sprang vonder Flamme erschreckt rückwärts, so weit es seine Kette er-laubte, unbekümmert um alles außer diesen Gegenstand desSchreckens. Graf Robert erfaßte einen schwere» hölzernenStuhl, die einzige Angriffswaffe, die er fand, und indem erdis feurigen Augen, die ihn kurz vorher so erschreckt hatten,zum Ziele wählte, schleuderte er gegen dieselben den schwerenStuhl von Eichenholz mit einer Gewalt, daß er dahinsausetewie ein von einer Wurfmaschine geschleuderter Stein. Erhatte seine Zeit so gut ersehen und sein Ziel so fest im Augegehabt, daß der Wurf mit ungeheurer Stärke die gewünschteStelle traf. Der Kopf des Tigerthieres, das vielleicht nichtzu den größten seiner Gattung gehören mochte, zerschellte aufden Wurf, und der fränkische Graf tödtete das Ungeheuervöllig vermittelst eines Dolches, den man ihm glücklicherWeise gelassen hatte, und hatte die Freude, den Tiger in denletzten Zuckungen und die jüngst noch so fürchterlichen Augendesselben im Tode brechen zu sehen.

Als er sich bei dem Lichte des Feuers, das er angezün-det hatte, unnah, erkannte er, daß das Gemach, in welchemer stch befand, verschieden war von dem, in welchem er sicham Abend niedergelegt hatte; ebenso war die Ausstattungbeider Gemächer sehr verschieden, wie man an den herum-flatterndcn halbverbrannten Muslinvorhängen, an den starken,nackten, kcrkcrartigen Wänden und an dem nützlichen Suchtesehen konnte, von dem er einen so guten Gebrauch gemachthatte.

Der Ritter hatte keine Zeit, Betrachtungen hierüber an-zustellen. Er löschte geschwind das Feuer, das freilich hierkeine Nahrung fand, und untersuchte beim Licht der Kerzedas Gemach und den Eingang. Es braucht nicht gesagt zu