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betrack,ten sie nickit nur die, die es wirklich sind, sondernalle, die sie fürchten oder hassen, haben sie Kerker, derenRiegel sich nie mehr auflhnn, glühende Eisen, die den Aug-apfel im Kopf versengen, Löwen und Tiger, die den Gefan-genen ein schleuniges Ende bereiten — aber das Alles giltnur den männlichen Gefangenen. Was die Weiber betrifft,wenn sie jung und schön sind, so haben die Fürsten Platz fürsie in ihren Belten und Gemächern; auch werden sie nicht wieAgamemnon's Gefangene verwandt, an einer Quelle vonArgos Wasser zu schöpfen, sondern sie werden bewundert undangebetet von denen, welche das Schicksal zu de» Herren ih-res Looses gemacht hat."
„Das soll nie Brenhilda's Verhängniß sein!" rief GrafRobert aus; „noch lebt ihr Gemahl, um ihr beizusiehen, undsollte er sterben, so wirv sie ihm zu folgen wissen, ohne baßdas Andenken beider durch einen Makel geschändet würde."
Der Gefangene erwiderte nichts, und es folgte ein kur-zes Schweigen, Las durch Ursel's Summe unterbrochen wurde.„Fremder," sagte er, „was ist das für ein Geräusch, dasich höre?"
„Fürwahr, ich höre nichts," sagte Graf Robert.
„Aber ich," sa cke Ursel. „Mein verlornes Augenlicht hatmeine übrigen Sinne schärfer gemacht"
„Beunruhige dich nicht darüber, Kamerad," antworteteder Graf, „sondern warte ruhig den Erfolg ab."
Auf einmal erglänzte in dem Gemach ein dunkelrothesdampfendes Lickst Dem Ritter war das Feuerzeug eingefal-len, das er bei sich zu tragen pflegte, und er hakte mit sowenig Geräusch als möglich die Kerze angezündet, und mitihr die Muslinvvrhänge des Bettes in einem Augenblick inFlammen gesetzt. 2» demselben Moment sprang der Ritter