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„Vielleicht bi» ich nicht laut genug, uni meine Noth zuverkünde». Heda! lieb Weib! Brenhilda! "
Eine hohle und traurige Stimme gleich der eines Be-grabenen antwortete wie ans der Ferne: „Was für ein ver-zweifelter Thor bist du, daß Lu eine lebendige Antwort vonder Behausung des Todes begehrst? "
„Ich bin ein Christ, ein freier Edelmann aus dem Kö-nigreich Frankreich," antwortete der Graf. „Gestern standich an der Spitze von fünfhundert Mann der tapfersten vonFrankreich, d. h. der Tapfersten aller Lebendigen, und nunbin ich hier ohne einen Lichtschimmer, bei dem ich den Win-kel vermeiden könnte, worin der wilde Tiger'liegt, der michzu zerreißen droht."
„Du bist ein Beispiel deS Glückswechsels," versetzte dieStimme, „und wirst noch lange nicht das letzte sein. Ich,der ich schon das dritte Jahr hier leide, war jener mächtigeUrsel, der sich mit Alexius Comnenus um die Krone Griechen-lands bewarb; von meinen Vertündelen verrathen und desAugenlichtes, dieses höchsten Guts der Menschheit, beraubt,bewohne ich diese Gewölbe, der Nachbar der wilden Thiere,deren Aufenthalt sie bisweilen sind und deren Freudengebrülleich höre, wenn unglückliche Opfer gleich die ihrer Wuth preis-gegeben werden." ^
„Vielleicht hast dn also gehört," erwiederte Graf Robert,„daß man letzte Nacht einen ritterlichen Gast und sein Weibunter Hochzeitsmnnk hierher führte? — O Brenhilda! —mußtest du so jung — so schön — auf so verrätherüche Artdem fürchterlichsten Tode überliefert werden!"
„Glaube nicht," antwortete Ursel, wie sich die Stimmegenannt hatte, „daß die Griechen ihren wilden Thieren mitso köstlicher Speise mästeten. Für ihre Feinde, und als solche