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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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nickt gesagt werden, daß er bei dieser unerwarteten und außer,ordentliche» Gefahr ohne Furcht geblieben sei. Dies warjedoch weder Angst noch Schrecken, sondern das rußige Be-wußtsein einer großen Gefahr, von dem Entschluß begleitet,Alles aufznbieten, um wo möglich sein Leben zu retten. Erhielt sich in dem Bette, das keine Ruhestätte mehr war, indem er so ein paar Schritte weiter von den feurigen Augenentfernt war, die immer ans ihn gerichtet blieben. Trotzseines Muthes quälte ihn die Vorstellung, daß seine Gliedervon den Zähnen irgend eines ungeheuren Raubthieres zer-rissen werden würden. Eine einzige Vorstellung war wenigerfürchterlich: nämlich das Alles möchte eine Probe des Philo-sophen Agclastes oder seines Herrn, des Kaisers, sein, umden Mnth, dessen sich die Franken rühmte», näher kennen zulernen, oder um den Grafen für die Beleidigung zu strafen,die er dem Kaiser am vergangenen Tage zugefügt hatte.

Das Sprüchwort hat recht," dachte er in seiner Todes-angst,reize den Löwen in seiner Höhle »>chl! Vielleicht be-denkt sich in diesem Augenblicke ein schlechter Sclav, ob ichnun Todesangst genug ansgestanden habe, und ob er demwilden Thiere die Ketten schießen lassen soll, damit es seinWerk vollende. Komme der Tod, wann er will, man sollnie sagen, Laß Graf Robert mit Angst und Wehklagen ihnempfangen habe." Er kehrte sein Gesicht der Wand zu, underwartete mit großer Fassung den Tod, der ihm nahe seinmußte, wie er muthmaßte.

Seine ersten Empfindungen waren natürlich selbstsüchtigerArt. Die Gefahr war zu dringend und zu schrecklich, umandere Empfindungen anfkommen zu lassen. Als aber seineVorstellungen klarer wurden, ward er um die Sicherheit seinerGemahlin besorgt. Was mochte sie jetzt leiden? und während