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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
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stärker als der lieblich duftende Saft der gascogner Reben,an den er gewöhnt war; genug, es kam ihm vor, daß, dieZeit, die er durchschlafen habe, gerechnet, das Tageslichtbereits in seinem Zimmer hätte sein müssen, als er erwachte,und doch war es noch stockfinster. Etwas betroffen blickte erum sich her, konnte aber nichts sehen als zwei feuerrotheKugeln, die im Dunkeln leuchteten und den Augen eineswilde» Thieres glichen, das seine Beute anstarrt. Der Grafsprang vom Bette, sich zu waffnen, eine sehr nokhwendigeMaßregel, wenn das, was er sah, wirklich ein wildes Thierin Freiheit war; kaum aber hatte er sich geregt, als sich eindumpfes Knurren vernehmen ließ, wie es der Graf noch niegehört hatte, und als Begleitung dazu das Klirren eisernerKette» und die Tritte eines Ungeheuers, das nach dem Bettezu sprang, aber wahrschein ich durch Bande gehindert wurde,das Ziel seines Sprunges zu erreichen. Das Gebrüll wieder-holie sich immer rm'cher. Cs war äußerst stark, und mußteim ganze» Pallaste gehört werden. Das Ungeheuer war be-reits dem Bette um einige Schritte näher gekommen, wassich vermittelst der feurigen Augen erkennen ließ; aber umwie viel näher cs dem Grafen noch kommen Müsse, um ihnerreichen zu können, ließ sich nicht ermessen. Graf Roberthörte es athmen, und glaubte die Hiye seines Hauches zufühlen, während er sich wehrlos vielleicht nicht einmal zweiSchritte weit von dem Rache» befand, dessen Zähne sich aneinander wetzten, und von den Krallen, die Splitter aus demFußboden von Eichenholz rissen. Der Graf von Paris wareiner der tapferst, n Männer zu einer Zeit, wo Tapferkeit dieTugend aller war, die auf einen Tropfen edlen Blutes An-spruch machten, und der Ritter war ein Abkömmling Karlsdes Großen. Er war indessen ein Mensch, und darum kann

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