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„und Eure reizende Gemahlin werdet kein Bedenken haben,Eurem kaiserlichen Wirthe Bescheid zu thun?"
„Wenn dies Bedenken auf einem Argwohn gegen dieLebensmittel, die hier aufgetragen werden, beruhen sollte, sowürde ich es verschmähen/' sagte Gras Robert. „Wenn esSünde ist, diesen Abend Wein zu trinken, so ist es eine ver-zeihliche, und wenn ich sie auf mich nehme, so werde ich dieLast meiner Vergehungen, die ich zur nächsten Beichte trage,nicht sehr vergrößern."
„Nun, Fürst Bohemund, wollt Ihr dem Beispiel EuresFreundes nicht folgen?" sagte der Kaiser.
„Mich dünkt," versetzte der normannische Jtaliäner, „meinFreund hätte besser gethan, dem meinigen zu folgen; dochwie es ihm gefällt. Der Duft dieses köstlichen Weines istmir genug."
So sprechend, leerte er den Becher in ein anderes Ge-fäß, und schien abwechselnd die schöne Arbeit zu bewundernund den Dust des darin enthalten gewesenen Weines einzu-schlürfen.
„Ihr habt Recht, Herr Bohemund," sagte der Kaiser;„die Arbeit des Bechers ist herrlich, und rührt von einemalten griechischen Künstler her. Der berühmte Becher desNestor, den uns Homer beschrieben hat, war vielleicht vielgrößer, aber an Werth und künstlicher Arbeit erreichte erdiese Becher nicht. Darum biete ich jedem meiner fremdenGäste Len Becher, ans dem sie getrunken oder nicht getrun-ken haben, als ein Andenken von mir an, und möge ihrFeldzug gegen die Ungläubigen so günstig ausfallen, wie esihre Zuversicht und ihr Mulh verdienen!"
„Wenn ich Euer Geschenk annehme, mächtiger Kaiser,"sagte Bohemund, „so geschieht es bloß, um Euch zu zeigen.