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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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Das Betragen Bohemunds war bet dieser Gelegenheitvorzüglich beachtenswerth.

GrafRobert, verwegen seiner jüngsten Rede und eines wie-derholtgegebenen bedeutenden Winks kein Auge von ihm verlor,bemerkte, daß dieser verschlagene Fürst weder Speise noch Trankgenoß, selbst wenn sie ihm von des Kaisers eigenem Tischezugeschickt worden waren. Ein Stück Brod, auf Gerathewvhlaus dem Korbe genommen, und ein Glas Wasser war alles,was er sich gönnte. Seine Entschuldigung war das heil. Ad-ventsfest, das diese Nacht zufällig eintrat, und das Griechenund Lateiner auf gleiche Art heilig hielten.

Ich hätte es nicht von Euch erwartet, Herr Bohemund,"sagte der Kaiser,daß Ihr meine Gastlichkeit gerade an demTage ausscklagen würdet, wo Ihr mich beehrt habt, für dasFürstenthum Antiochien mein Vasall zu werden."

Antiochien ist nickt erobert," sagte Bohemund;unddas Gewissen, Verehrtester Herrscher, macht bei allen unserenweltlichen Verträgen seinen Vorbehalt."

Wohlan, edler Graf," sagte der Kaiser, der in derEnthaltsamkeit Bohemunds mehr Argwohn als Frömmigkeiterblickte,wir laden, obwohl dies nicht Sitte bei uns ist,unsere Kinder, unsere edlen Gäste und unsere anwesendenKronbeamten zu einem allgemeinen Trünke ein. Füllet disBecher, welche die neun Musen heißen! füllet sie bis zumRande mit dem Wein, der für die kaiserlichen Lippen be-stimmt ist!"

Auf den Befehl des Kaisers wurden die Becher gefüllt;sie waren von lauterem Golde, und auf einem jeden war dasBild einer Muse künstlich eingegraben.

Ihr wenigstens, edler Graf Robert," sagte der Kaiser,