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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
72
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annehme; doch die Welt ist groß, und der muß noch geborenwerde», der gesehen Hütte, daß der Graf von Paris je dasGesicht eines Sterblichen gescheut hat. Durch Vermittelungeines gefälligen Offiziers von des Kaisers Leibwache soll dieserarme Schelm, der so seltsamen Ehrgeiz nährt, erfahren, Laßseinem Wunsche genügt werden wird."

Und daun?" sagte Anna Comnena.

Nun, dann," versetzte der Graf,wird Gott, wie derarme Schelm selbst sagt, das Recht zeigen!"

Das heißt," sagte die Prinzessin,daß, wenn meinVater einen Offizier in seiner Leibwache hätte, der ehrenhaftgenug wäre, ein so frommes vernünftiges Werk zu fordern,so müßte der Kaiser entweder einen Verbündeten verlieren,dessen Treue er vertraut, oder einen erprobten Soldaten sei-ner Leibwache, der sich bei vielen Gelegenheiten ausgezeich-net hat?"

Es freut mich," saate der Graf,daß er ein Manndieser Art ist. Freilich sein Ehrgeiz muß auf etwas gegrün-det sein. Je mehr ich's überlege, desto grvßmüthiger erscheintes mir, wenn ich dem armen Verbannten, der so hoch undedel denkt, diejenigen Vorrechte zugestehe, welche Andere,die mit ihnen geboren sind, feig fahre» lassen. Dock verzagtnicht, edle Prinzessin j die Herausforderung ist noch nicht an-genommen, und wäre sie es, so steht der Ausgang in GottesHand. Was mich betrifft, dessen Geschäft der Krieg ist, sowird mich die Erinnerung, mit diesem entschlossenen Manneine ernste Sache abzumachen zu haben, vor weniger ehren-vollen Streitigkeiten bewahren, in die mich allzuviel Mußeverwickeln könnte."

Die Prinzessin schwieg, entschlossen, durch Vermittlungdes Achilles Tatius einen Zweikampf zu Hintertreiben, der