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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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man dir das Lebenslickst ausblasen oder dich wenigstens lebens-lang auf die Mühle schicken." Während der Philosoph alsoseinen Sclaven zankte und bedrohte, konnten die Fremdenleicht eine Vergleichung anstellen zwischen dieser häuslichenBeredsamkeit, die gegen die Sitte jener Zeit nicht verstieß,und der Schmeichelei, die er oollanf seinen Gästen erwies.Beides vermischte sich wie das Oel und der Essig, worausDiogenes die Brühen mackste. Der Graf und die Gräfinhatten so Gelegenheit, die Glückseligkeit der Sclaven zu er-messen, die Jupiter aus Barmherzigkeit zu ihrem moralischenBesten dem Dienste eines Philosophen übergeben hat. DerAutheil, den sie an dem Mahle nahmen, war so gering, daßsich nicht allein der Wirth, sondern auch die kaiserlichen Gästedarüber verwunderten.

Der Graf begnügte sich mit der ersten besten Schüssel,die vor ihm stand, und trank dazu einen Wein, ohne wiedie Griechen ängstlich zu fragen, ob die Sorte auch zu derSpeise passe; hieraus erklärte er seine Eßluß für befriedigt,und vergebens suchte ihm seine Nachbarin Anna Comnenaauf andere Leckereien oder Seltenheiten aufmerksam zu machen.Seine Gemahlin noch weit mäßiger von einer einfachen^Speise, die ihr zunächst stand, und trank klares Wasser, dassie jedoch auf des Cäsar'S Begehren ein wenig mit Weinfärbte. Sie nahmen hierauf keinen Theil mehr am Mahle,und in ihren Sitzen zurückgelehnt, beobachteten fie den Bei-fall, welchen die übrigen Gäste dem Schmause schenkten.

Unsere heutigen Schmecker mochten es schwerlich der kai-serlichen Familie bei diesem philosophischen Mahle gleichthun,sei es in der Kritik der reinen Eßkunst in allen ihren Zwei-gen oder in dem praktischen Geschmack und seiner beharrlichenUebung. Wahr ist'S, die Damen aßen nicht viel von jeder