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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
61
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Seid unbesorgt wegen Eures Weibes," sagte sie, alssie bemerkte, daß sich der Franke umsah;unserm Gemahlmacht es wie uns Freude, Fremden Aufmerksamkeit zu erzei-gen, und er wird die Gräfin zu Tische führen. Es ist nichtSitte, daß die kaiserliche Familie in Gesellschaft von Frem-de» speise; aber dem Himmel sei Dank, daß wir keine Er-niedrigung darin finden, wenn wir die gewöhnliche Sitte ver-lassen, um Fremde von eurem Verdienst zu ehren. Ich weiß,es ist der Wille meiner Mutter, daß ihr ohne CeremonienPlatz nehmet; und ich bin gewiß, daß mein kaiserlicher Vaterdies auch billigen wird, wiewohl es eine etwas selteneGnade ist."

Wie es Ew. Hoheit gefällt," sagte Graf Robert.Essind wenig Männer, denen ich Platz an der Tafel gebenwürde, bevor sie mir im Kampfe gestanden wären. EinerDame, zumal einer so schönen, gebe ich gern meinen Platz,und beuge ihr mein Knie, wo ich Las Glück habe, sie zutreffen."

Die Prinzessin Anna, statt sich linkisch oder vielleicht garherabgewürdigt zu fühlen bei dem seltsamen Geschäft, einenHäuptling der Barbaren zur Tafel zu führen, fühlte sich imGegeutheil geschmeichelt, den eigensinnigen Grafen Robertnach ihrem Wunsch zu lenken und ihn für Len Augenblickunter ihrem Schutze zu haben.

Die Kaiserin Irene saß bereits oben au der Tafel. Siesah mit einigem Erstaunen, Laß ihre Tochter und ihr Schwie-gersohn, die zu ihrer rechten und linken Hand Platz nahmen,den Grafen und die Gräfin von Paris einluden, jenen an derTafel zu liegen, diese an derselben zu fitzen an den Plätzen,die ihnen zunächst waren; aber sie hatte von ihrem Gemahldie gemessensten Befehle erhalten, gegen die Fremden nach-