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wir ehren die Gottheit am besten durch den Genuß der Gaben,die sie uns verleiht."
Diese Worte lenkten die Aufmerksamkeit der fränkischenGaste des Philosophen ans die in diesem geschmackvollen Zim-mer gemachten Vorbereitungen zu einem Gastmahl in derWeise der alten Römer. Neben der gedeckten Tafel standenRuhebetten für die männlichen Gäste, welche liegend dasMahl verzehren sollren, während zwischen den RuhebettenStühle andeuteten, daß weibliche Gäste erwartet wurden,welche sitzend aßen. Die Speisen waren nicht gerade in
großer Menge, aber von solcher Beschaffenheit, daß sie nichtleicht denen bei weiland Trimalchios Gastmahl oder den leich-tere» Leckereien griechischer Kochkunst oder den saftigen starkgewürzten Gerichten der Morgenländer etwas Herausgaben.Mit einiger Selbstgefälligkeit konnte darum Agelastes seineGäste bitten, am Mahl eines armen Pilgers Theil zu
nehmen.
„Wir machen »ns wenig aus Leckereien," sagte der Graf.„Auch erlaubt uns unser jetziges Pilgerleben keine große
Wähligkeit in solchen Dingen. Was einem Kriegsmann alsSpeise recht sein muß, genügt auch der Gräfin und mir.Denn wir möchten gern jeden Augenblick kampfbereit sein,und je weniger Zeit wir brauchen, um uns zum Kampf zustärken, desto besser ist's. Sitze also nieder, Brenhilda, da
der gute Mann es so haben will, und laß uns keine Zeitmit Stärkung des Leibes verlieren, welche wir besser sonstanwenden könnten."
„Erlaubt mir nur einen Augenblick," bat Agelastes, „bismeine andern Freunde kommen, deren Musik Ihr ganz inder Nähe hört und welche Euch nicht lange auf Eure Mahl-zeit warten lassen werden."
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