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„Nein," sagte der Graf, „wir haben keine Eile, nnd daIhr dies für ein Stück guter Lebensart haltet, so könnenBrenhilda und ich recht gut mit unserer Mahlzeit warten.Noch lieber wäre uns, wenn Ihr erlaubtet, daß wir jetztgleich einen Bissen Brod und einen Trunk Wasser zu unsnähmen und so erfrischt den Raum für Eure vertrauterenFreunde frei ließen."
„Mögen die Heiligen im Himmel das verhüten," riefAgelastes. „Nie haben ehrenwerthere Gäste auf diese» Kissengeruht, und ehrenwerthere könnten nicht darauf ruhen, auchwenn die geheiligte Familie des Kaisers Alexius selber jetztvor der Thür stände."
Kaum hatte er diese Worte gesprochen, so drang dervolle Klang einer Trompete, zehnfach lauter als die bishergehörte Musst, durch das Rauschen des Wasserfalls, wie dieKlinge von Damask durch den Harnisch.
„Vater, Ihr scheint überrascht und beunruhigt zu sein,"sagte Graf Robert. „Ist eine Gefahr in der Nähe oderzweifelt Ihr an unserem Schutz?"
„Nein," antwortete Agelastes; „dieser würde mir Zuver-sicht einflößen, selbst in der größten Noth. Diese Klängeerwecken Ehrfurcht, nicht Angst. Sie verkünden mir, LaßMitglieder der kaiserlichen Familie meine Gäste sein wollen.Fürchter nichts, edle Freunde. Die, deren Blick Leben ist, sindbereit, ihre Gunst reichlich auf ehrenwerthe Freunde strömenzu lassen, wie sie hier finden werden. Jetzt aber muß meineStirn meine Schwelle berühren zu ihrer gebührenden Be-willkommnung." Mit diesen Worten eilte er nach derHausthür.
Der Graf mit seiner Gemahlin am Arm folgte ihm undsagte: „Jedes Land hat seine Gewohnheiten, und was in