Unter seinem gewöhnlichen Feldgeschrei: „Rette, Sohn Karlsdes Großen!" sprang Robert auf des gefallenen FührersRoß, ergriff eine am Sattelbogen hängende Streitart, sprengtein den Heidenhausen ein und theilte solche Hiebe aus, daßein Theil zu Boden stürzte, und die Andern entflohen, ohnean Verwirklichung ihrer Prahlerei zu denken.
„Die elenden Kerle!" sagte die Gräfin zu Agelastes.„Es widert mich au, daß ein Tropfen vom Blut solcher Feig-linge eines edlen Ritters Hand befleckt. Sie nennen ihreUebung ein Turnier, und jeder ihrer Würfe ist rücklings ge-zielt. Keiner hat den Muth, seinen Strohhalm zu werfen,während er den des Andern gegen sich gerichtet steht."
„So machen sie es," bemerkte Agelastes, „nicht sowohlaus Feigheit, als aus Gewohnheit. Bei ihren Hebungen vorSr. leserlichen Majestät habe ich gesehen, wie Terartis demZiel buchstäblich den Rücken zukehrte, während er in vollemLauf seines Rosses den Bogen spannte, und doch traf er miteinem breiten Pfeil den Mittelpunkt, während er am weitestenvom Ziel entfernt war."
Graf Robert kehrte von der Verfolgung der Feinde zu-rück und sagte: „Ich denke, solche Söldner können nichtfurchtbar sein für Angreifer, welche auch nur eine Unze wah-ren Muth haben."
„Laßt uns nun nach unserem Kiosk gehen," sagte Age-lastes," bevor die Fliehenden Freunde finden, welche sie zurRache ermuthigen "
„Mich dünkt," erwiederte der Graf, „solche Freunde soll-ten sich für freche Heiden in kcinem Lande finden, welchessich ein christliches nennt. Wofern ich die Eroberung desheiligen Grabes überlebe, soll es mein erstes Geschäft sein,