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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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zu fragen, mit welchem Recht Euer Kaiser iu seinem Diensteine Bande Heiden und unmanierliche Kehlabschneider hält,welche sich Gewaltthat erlauben auf offener Landstraße, woder Friede Gottes und des Königs für Frauen und Pilgerherrschen soll. Das ist eine der vielen Fragen, die ich nachErfüllung meines Gelübdes ihm zu stellen nicht verfehlenwerde, und auf welche ich eine schnelle und, wie sie es nen-nen, kategorische Antwort erwarte."

Bon mir sollst du aber keine Antwort bekommen," dachteAgelastes. Und laut sagte er:Eure Fragen, Herr Ritter,sind gar zu peremtorisch, als daß eine Antwort erfolgen sollte,wofern sich dieselbe umgehen läßt." Er gab dem Gesprächeine andere Wendung. Nach wenigen Augenblicken hatte ereine Stelle erreicht, deren Naturschönheiten die Fremden zurBewunderung hinriß. Ein aus dem Wald hervorströmenderwasserreicher Bach stürzte brausend ins Meer über einen kah-len senkreckten Felfenabhang. Zu beide» Seiten des Wasser-falls war das User mit Plateaus, Nußbäumen, Zypressen undandern großen morgenländiscken Bäumen besetzt. In heißenLändern ist ein Wasserfall eine große Annehmlichkeit und wirdmeist durch künstliche Mittel hervorgebracht. Hier war erdas Werk der Natur. Wie zu Tivoli der Sibylle, so warhier einer unbekannten Göttin vom Alterthum ein Tempelerrichtet. DaS Heiligthum war klein, kreisförmig, wie vieleTempelchen der ländlichen Gottheiten, und von der Mauereines Vorhvss umschlossen. Nach seiner Entweihung war esvon Agelastes oder irgend einem epicureischen Philosophen inein Sommerhaus verwandelt. Der leichte, luftige, phan-tastische Bau war halb verdeckt von den Bäumen zu denSeiten des Felsen, und durch den Nebel des Wasserfalls ließsich der zu seinem Eingang führende Pfad beim ersten An-