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teuer einlaffen, welches der von uns Allen übernommenenVerpflichtung gegen das heilige Grab Vorgehen könnte."
„Ach," sagte Agelastes, „die Entfernung Zulichiums vondem kürzesten Weg »ach dem heiligen Grab ist so gering,daß — "
„Würdiger Vater," unterbrach abermals die Gräfin,„wir wollen Eure Erzählung bis zu Ende hören und dannunfern Entschluß fassen. Wir nordische Frauen, Nachkommender alten Deutschen, machen Anspruch auf eine Summe imRath unserer Männer vor der Schlacht, und unser Beistandim Kampf gilt nicht für ganz nutzlos."
Der Ton, in welchem dies gesprochen wurde, gab demPhilosophen eine Andeutung, daß die Lenkung des nordischenRitters schwieriger sein würde, als er gedacht hatte, so langeseine Gattin an seiner Seite bliebe. Er stimmte also denTon seiner Rede etwas herab und vermied die lebendigenSchilderungen, welche der Gräfin Brenhilda Anstoß gegebenhatten. Er fuhr fort: „Herr Artavan von Hautlieu erwog,in welcher Weile er sich der schlafenden jungen Dame nähernsollte. Da fiel ihm ein, in welcher Weise der Zauber gelöstwerden könnte. Schöne Frau, ich bin Ihrer Meinung, daßer irrte in der Meinung, er müsse ihr einen Kuß auf dieLippen geben."
Die Wangen der Gräfin rötheten sich etwas mehr, abersie sagte nichts. Agelastes fuhr fort: „Nie hat eine so un-schuldige Handlung eine schauderhaftere Wirkung hervorge-brackt. Die liebliche Beleuchtung eines Sommerabends ver-wandelte sich augenblicklich in eine seltsame grünliche Fär-bung, und ein erstickender Schwefelgeruch erfüllte Las Gemach.Die reichen Behänge und die kostbaren Geräthe sammt denWänden verwandelten sich in unförmliche Steinmaffen gleich