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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
34
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unterdrücke, so bemerkt, daß ich den schönsten Theil meinerGeschichte aufopfere."

Brcnhilda," sagte der Graf,ich wundere mich, wiedu eine Geschichte unterbrechen magst, welche bis jetzt in soschönem Fluß gewesen ist. Ein paar Worte mehr oder wenigerwerden sicherlich mehr Wirkung auf den Zusammenhang habenals auf unsere Empfindungen."

Wie du willst," erwiderte die Gräfin, sich nachlässigzurücklehncnd.Aber mich dünkt, der Vater dehnt seine Er-zählung so, daß sie mehr kleinlich als anziehend wird "

Brenhilda," sagte der Graf, dies ist das erste Mal,daß ich eine weibliche Schwäche au dir bemerke."

Ich könnte eben so gut sagen, das ist das erste Mal,daß Graf Robert mich die Unbeständigkeit seines Geschlechtsan ihm bemerken läßt," versetzte die Gräfin.

Götter und Göttinnen!" rief der Philosoph,hat manje einen so grundlosen Streit gesehen! Die Gräfin ist eifer-süchtig auf eine Person, die ihr Gemahl vermuthlich niesehen wird. Denn es ist keine Aussicht, daß die Fürstin vonZulichium hinfort der Jetztwelt besser bekannt sein wird, alsob ein Vorhang ihr Grab bedeckte."

Fahrt fort," sprach Robert.Wenn Herr Artavan vonHautlieu die Befreiung der Fürstin von Zulichium nicht be-wirkt hat, so gelobe ich Unseren Lieben Frauen von den ge-brochenen Lanzen."

Bedenke," unterbrach die Gräfin,daß du bereits dasGelübde auf dir hast, das Grab Gottes zu befreien. Undich denke, vor dieser Verpflichtung müssen alle geringeren zu-rückstehen."

Gut, Frau, gut," sagte Graf Robert, nur halb zu-frieden mit diesem Einspruch.Ich will mich in kein Aden-