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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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dem Inneren der Höhle eines wilden Thieres. Die schönenLippen, auf welche Artavan die seinigen gedrückt hatte, nah-men eine scheußliche Gestalt an. Aus dem Fräulein wardein feuriger Drache, der sich aufschwaug. Hätte Herr Artavanden Muth gehabt, seinen Kuß drei Mal zu wiederholen, sowürde er Herr der Schätze und der entzauberten Fürstin ge-wesen sein. Aber die günstige Gelegenheit war verloren.Der Drache oder das Geschöpf, welches wie ein Drache aus-sah, flog auf seinen breiten Schwingen zu einem Seiten-scnster hinaus unter lauten Wehklagen getäuschter Hoff-nungen. "

Hier endete die Erzählung von Agelastes. Er fügte nochhinzu:Man nimmt an, die Fürstin erdulde noch immer ihrSchicksal auf der Insel Zulichium. Noch mancher Ritter hatdas Abenteuer gewagt. Aber mochte es Furcht sein, dieschlafende Jungfrau zu begrüßen oder den Drachen, in wel-chen sie verwandelt wurde genug, der Zauber ist noch nichtgelöst. Ich weiß den Weg und Ihr dürft ein Wort sagen,so seid Ihr morgen auf der Reise nach dem verzaubertenSchloß."

Die Gräfin vernahm diesen Vorschlag mit wahrer Her-zensangst. Sie wußte, daß sie gerade durch Widerspruch denGrafen bestimmen konnte, sich auf die Unternehmung einzu-lassen. Ihr Blick war scheu und verschämt seltsam genugbei einer Person, deren Verhalten in der Regel so furchtloswar. Klüglich überließ sie es ihrem Gemahl, ganz für sichfeinen Entschluß zu fassen. Robert faßte ihre Hand undsagte:Brenhilda, Ruhm und Ehre sind deinem Gatten sotheuer, wie irgend einem Ritter, der je das Schwert umseine Lenden geschnallt hat. Ich kann sagen, Lu hast fürmich gethan, was ich vergebens von andern Frauen deines