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seinen Zorn zu verbergen. Kein Wort, kein Blick verriet!),wie bitter er die Täuschung empfand. Nur ein Schattenvon Schwermut!) aus seiner Stirn verkündete den nahendenSturm. Die Fürstin gerieth in einige Besorgniß. Sie warim Grund äußerst gutmüthig, und wenn ste den alten Mannzu Lächerlichkeiten verlockt hatte, so war dies mehr aus Leicht-sinn als aus vorbedachter Bosheit geschehen. Sie sah diePein, welche er litt und suchte ste zu lindern, indem ste, imBegriff zu Bett zu gehen, zu ihm trat und ihm freundlichgute Nacht wünschte. „Gute Nackt," erwiderte der Weise,„das ist wohl gesprochen, meine Tochter. Aber wer von denVielen, die mich hören, wird Guten Morgen sagen?"
Diese Bemerkung ward wenig beachtet. Nur zwei oderdrei Personen, welche die Gemüthsart des Magiers kannten,entflohen noch in derselben Nacht von der Tafel und konntenmelden, was der Verzauberung der im Schloß Gebliebenenvorausgegangen war. Ein Schlaf gleich dem des Todes fielauf sie und wich nicht von ihnen. Die Tafel ward von derMehrzahl ihrer Bewohner verlassen, und die Wenigen, welchezurückblieben, nahten sich nur vorsichtig dem Schloß. Siewarteten darauf, daß ein kühner Abenteurer das glücklicheErwachen herbeiführte, welches nach den Worten des Zau-berers vielleicht zu hoffen war.
„Eine bessere Gelegenheit, dies Erwachen herbeizufllhren,schien sich nicht bieten zu können, als damals, wo Artavanvon Hautlieu stolz seinen Fuß in den verzauberten Hof setzte.Links lag der Pallast mit dem Wartthurm; rechts zeigte sicheinladender das Frauenhaus. An einer Seitenthür lehntenauf einer Lagerstätte zwei Haremwächter, mit bloßen Schwer-tern in den Händen und mit verzerrten Gesichtern, die un-gewiß ließen, ob sie schliefen oder todt wären. Ihre drohende