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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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der Quelle des Lichtes, die Geister der Finsterniß irgendihre Macht üben sollten Zwei der ältesten Einwohner derInsel unternahmen es, ihn so nahe als sie konnten, zumHauptthor zu führen. Näher als eine Bogenschußweite wag-ten sie sich nicht heran. Hier blieb der wackere Franke sichselber überlassen und begann getrosten Mulhcs mit dem Him-mel allein zum Freund sein Werk. D-r Bau, dem er sichnäherte, offenbarte durch seine Riesenaröße und seine präch-tigen Umrisse die Macht und den Reichthum des Herrschers,welcher ihn errichtet hatte Die ehernen Thore ,sogen wievoll Freude und Hoffnung auf und Stimmen in der Lust'schwebten um die Thürme, dem Geist des Ortes Glück wün-schend zur Annäherung seines Befreiers.

Der Ritter ging vorwärts nicht ohne Verwunderung,aber ohne Furcht. Die altertbümlicke Pracht, welche er sah,war geeignet, ihm einen hohen Begriff von der Schönheitder Herrin zu geben, für welche ein Gefän.niiß so reich aus-geschmückt war. Auf Walt und Mauer standen Wächter inmvrgenländischer Tracht und Rüstung, scheinbar bereit, ihreBogen zu spannen. Aber diese Krieger waren stumm undstarr und achteten nicht mehr auf die klirrenden Tritte desRitters als auf die eines Mönchs oder Einsiedlers, der etwaan seiner Statt sich ihrem Posten genähert hatte. Sie leb-ten, aber sie waren jeder Lebensäußerung unfähig. Die Sageging, daß über vierhundert Jahre die Sonne sie beschienenund der Regen sie benetzt habe, ohne daß sie die belebendeWärme der» ersteren, noch die Kälte des letzteren gespürthätten. Wie bei den Kindern Israel in der Wüste wurdenihre Schuhe nicht schadhaft und ihre Kleider nicht alt. Wieeine Jahreszeit sie verlassen hatte, so fand sie dieselben un-verändert wieder.