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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
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lassen, was nöthig war, um den Sieg zu gewinnen. Damiter nicht durch Aufbietung aller Mittel der sckönen Gegnerineinen unersetzlichen Schaden zufügte. Und doch konnte nurdurch Aufbietung aller Kraft und Gewandtheit das Fräuleinvon Aspramonte besiegt weiden. Die besiegten Bewerberverließen um so beschämter die Schranken, als gegen Son-nenuntergang Robert von Paris erschien und, von. dem, wasvorging, benachrichtigt, sich anmeldete als einen Ritter, dergern auf den Kampfpreis verzichtete, wofern er das Glückhätte, den Sieg zu gewinnen, da weder Land noch Frauenes seien, was er hier suche. Brenhilde fühlte sich verletzt,nahm eine neue Lanze, bestieg ihr bestes Roß und ritt indie Schranken, entschlossen, an dem neuen Gegner Rache zunehmen für die scheinbare Geringschätzung ihrer Reize. Seies aber, daß ihr Unwille einigermaßen störend auf ihre ge-wohnte Geschicklichkeit wirkte, oder sei es, daß sie gleich An-dern ihres Geschlechts sich gerade zu demjenigen hingezogenfühlte, der sich nicht besonders eifrig zeigte, ihr Herz zu ge-winnen, oder sei es endlich, daß ihre Stunde geschlagenhatte genug, Graf Robert rannte gegen sie mit der Ge-schicklichkeit und dem Glück, die man an ihm gewohnt war.Brenhilde von Aspramonte ward vom Pferd geworfen undverlor den Helm. Ihr schönes Gesicht, welches seine Röthevor den Augen des Siegers mit Leichenbläffe vertauschte, er-höhte natürlich den Werth des Siegs. Nach Demüthigungder Eitelkeit des Fräuleins wollte Robert seinem erklärtenEntschlüsse gemäß die Burg verlassen. Aber ihre Mutterredete ihm zu rechter Zeit zu, und als sie sich überzeugt hakte,daß die junge Erbin nickt bedeutend verletzt war, dankte siedem fremden Ritter, daß er ihrer Tochter eine Lection ge-geben, welche sie hoffentlich so bald nicht vergessen würde.