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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
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Brenhildens Zauber war einfacher und beruhte haupt-sächlich auf ihrer großen Schönheit. Von Kind auf hatte siedie Beschäftigungen ihres Geschlechts verschmäht Die Be-werber um die Hand des Erbfräuleins von Aspramonte er-hielten zur Antwort, sie müßten dieselbe durch ihr Verhaltenin den Schranken des Turniers verdienen. Ihr Vater wartodt; ihre Mutter, eine sanfte Frau, ward von ihr beherrscht.

Brenhildens zahlreiche Bewerber ließen sich bereitwilligBedingungen gefallen, welche so sehr den Sitten der Zeitentsprachen. Auf der Burg Aspramonte ward ein Turniergehalten, in welchem die Hälfte der stattlichen Besucher vorihren glücklichen Nebenbuhler» in den Sand rollten und be-schämt aus den Schranken schlichen. Man war darauf ge-faßt, daß nun der glücklichere Theil der Bewerber aufge-sordert würde, unter sich zu rennen. Aber zu ihrer Ueber-raschung erfuhren sie den weiteren Willen des Fräuleins,selber in der Rüstung ein Roß zu besteigen, eine Lanze zuführen und mit Erlaubniß der Ritter, welche sie so hoherEhrerbietung versicherten, an ihre» kriegerischen Spielen Theilzu nehmen. Die jungen Ritter empfingen das Fräulein höf-lich in den Schranken und schmeichelten sich mit der Erwar-tung, daß sie ihnen den Sieg über so viele wackeren Kämpenvom andern Geschlecht bewahren würde. Aber die Vasallenund alten Diener des Grafe», ihres Vaters, lächelten einan-der zu und gaben zu verstehe», Laß der Erfolg ein anderersein würde. Die Ritter, welche mit der schönen Brenhilderannten, wurden einer nach dem andern in den Sand ge-worfen. Unleugbar war es äußerst mißlich, mit einer derschönsten Frauen ihrer Zeit einen Kamps zu bestehen Jederjunge Mann war geneigt, seinen Stoß zurückzubalten, seinRoß im vollen Lauf seitwärts gehen und sonst ungethan zu