17
seines Gleichen, sogar nicht bei seinen Landsleuten findet,viel weniger also unter Männern, die man gelehrt hat, daß,wenn man das Leben in einem unnützen Streit hinwirft, diesso viel ist, als auf kindische Weise das Geschenk der Vor-sehung verschleudern."
„Jeder hat seine Meinung," sagte der Franke etwasverächtlich; „doch ich versichere Euch, wenn Ihr glaubt, daßes unserm Kampfe an Aerger und Verdruß gefehlt habe, unddaß wir Abens den Hirsch oder Bären nicht lustigeren Her-zens jagten, als wir am frühen Morgen vor der alten Ca-pelle dem ritterlichen Kampfe oblagen, so thut Ihr unsschändliches Unrecht."
„Bei den Türken werdet Ihr auf diese Höflichkeitsbezei-gungen verzichten müssen," antwortete Alerius. „Darum ratheich Euch, Euch mit dem Vortrab und der Nachhut nicht einzu-laffen, sondern in der Nähe der Fahne zu bleiben, wo diebesten Heiden kämpfen, und die besten Ritter zur Abwehrnöthig sind."
„Bei unserer lieben Frau von den gebrochenen Lanzen,"sagte der Kreuzfahrer, „ich wünsche mir die Türken nichthöflicher, als sie Christen sind, und es ist mir ganz recht, daßUngläubiger und Heidenhund der wahre Name für die Bestenunter ihnen ist, da sie Verräther an Gott und an de» Ge-setzen der Ritterschaft zugleich sind; auch hoffe ich zu Gott,daß ich sie auf der Fronte, bei unserer Fahne oder anderswotreffen und an ihnen als Feinden der heiligen Jungfrau, allerHeiligen und meiner selbst meine Schuldigkeit thun werde.Bis dahin mögt Ihr Euch setzen und meine Huldigung em-pfangen, und ich würde Euch sehr verbunden sei», wenn Ihrdiese Lumme Ceremonie so viel als möglich abkürztet."
Der Kaiser setzte sich schnell, und faßte die kräftigenGraf Robert ir. 2