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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
16
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men und Stand zu wissen, die Ihr gewiß nicht zu verheim-lichen braucht."

Ich weiß nicht, ob es diesem Fürsten oder Kaiser, wieJl,r ihn nennt, wichtig sei» kann," antwortete der fränkischeGraf;aber Alles, was ich von mir zu sagen habe, ist:Mitten in einem der großen Wälder, die das innere Frank-reich, mein Geburtsland, bedecken, steht eine Capelle, die sotief in den Boden gesunken ist, daß es scheint, als wäre sievor Alter baufällig geworden. Das Bild der heiligen Jung-frau, das über dem Altar steht, wird von Allen unsere liebeFrau von den zerbrochenen Lanzen genannt und ist im ganzenKönigreich wegen ritterlicher Abentheuer berühmt. Vier Land-straßen, von den vier Himmelsgegenden herkommend, durch-kreuzen sich vor dem Eingang der Capelle; und so oft einguter Ritter hierher kommt, verrichtet er seine Andacht inder Capelle, nachdem er zuvor dreimal ins Horn gestoßenhat, daß Eschen und Eichen zittern und dröhnen. Nach voll-brachter Andacht erhebt sich selten einer, ohne irgend einenfahrenden Ritter bereit zu finden, seinem Wunsche zum Kampfzu genügen. Einen Monat und länger habe ich diesen Standgegen alle Ankömmlinge behauptet, und alle bedankten sichbei mir für mein ritterliches Benehmen gegen sie, einer aus-genommen, der das Unglück hatte, vom Pferde zu fallenund den Hals zu brechen, und noch einen, der durch denBauch getroffen war, daß die Lanze bluttriefend eine Ellelang aus dem Rücken hervordrang. Solche Zufälle abgerech-net, die nicht leicht zu vermeiden sind, schieden meine Gegnermit der Anerkennung der Gnade, die ich ihnen erwiesenhatte."

Ich begreife es, Herr Ritter," sagte der Kaiser,daßein Mann von Eurer Gestalt und Eurem Muthe nicht leicht