Druckschrift 
47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

dert werde, wenn sich Männer, die in aller Gottesfurcht miteinander gefachten haben würden, nach Kundgebung der Na-men als geistliche Verwandte, Gevatter und dergleichen erken-nen, während sie, wenn sie zuerst gekämpft und sich ihre Na-men später gesagt hätten, von ihrer gegenseitigen Tapferkeiteine Probe hätten erlangen und sich desto mehr auf ihreVerwandtschaft einbilden können."

Doch mochte ich wissen," sagte der Kaiser,ob Ihr, daIhr in dieser großen Menge von Rittern einen Vorzug zubegehren scheint, wohl die Würde eines Königs oder Fürstenansprecht?"

Wie meint Ihr das?" sagte der Franke mit etwas fin-sterer Stirne;fühlt Ihr wohl, daß ich Euch durch meineAnkunft hier nickt ungeneckt gelassen habe?"

t.lerins antwortete schnell, daß er sich nicht ansgelegtfühle, sich mit dem Grafen in beleidigenden Zank einzulassen,indem er bemerkte, daß er in diesem für das Reich so wich-tigen Augenblicke nicht die Zeit habe, das Ruder fahren zulassen und einen kindischen Streit auszunehmen.

Der fränkische Ritter hörte auf ihn und versetzte trocken:Da das Eure Gesinnung ist, so wundert's mich, daß IhrZeit genug gefunden habt, die französische Sprache so sprechenzu lernen, wie Ihr sie sprecht. Ich hätte geglaubt, daß einigeritterliche Gesinnungen dieses Volks (denn Jbr seid ja keinMönch und kein Weib) zugleich mit den Worten der Spracheden Weg zu Eurem Herzen gefunden hätten."

Still, Herr Graf," sagte Bohemund, der bei dem Kai-ser zurückgeblieben war, um den drohenden Streit abzuwen-den.Ohne Zweifel geziemt es sich, dem Kaiser mit Höflich-keit zu antworten; und wer Lust zu kämpfen hat, wird Heidengenug finden, seine Lust zu büßen. Er verlangte Euren Na-