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Jahre 1613 (es hatte seit vielen Jahren kein solcher Statt gefunden),wohin der im Jahr zuvor neuerwählte Kaiser Mathias den Deutsch-meister zum Empfang der Regalien eingeladen, konnte er (wir wissennicht.aus welchen Ursachen) nicht selbst erscheinen. Er sandte dahinals Abgeordnete seinen Rath und Kämmerer, den Statthalter zuMergentheim Johann Eustach von Westernach, den Landkomthurvon Franken Johann Konrad Schützbar genannt Milchling, Komthurzu Ellingen und Nürnberg, den Landkomthur im Elsaß und Bur-gund Christoph Thum von Neuburg und den Komthur zu HeilbronnKarl Freiherr von Wolkenstein und Herr zu Trostburg '). Sieleisteten im Namen des Deutschmeisters dem Kaiser daö gewöhnlicheGelübde und den Lehenseid, ihm „als Röm. Kaiser von wegen derertheilten Regalien, Lehen und Weltlichkeit getreu, gehorsam undgewärtig zu sein" u. s. w. Dagegen erklärt der Kaiser in demLehensbriefe: „Wir gebieten weiland Albrechts Markgrafen zu Bran-denburg nachgelassenem Sohn Albrecht Friedrich Markgrafen- zuBrandenburg und allen denjenigen, die sich an seiner Statt des Lan-des zu Preußen anmaßen, daß sie sich gedachtes Landes Preußenunverzüglich entschlagen und solches unserm freundlichen, lieben Bru-der als Administrator des Ordens abtreten, und sonst allen undjeglichen der Lande Preußen Prälaten, Großkomthuren, Marschällen,Landkomthuren, Komthuren, Gebietigern und andern Personen desOrdens, wo die sind, die allbereits den Orden äs tnsto muthwilli-ger Weise, so viel an ihnen, hingelegt, und denjenigen, so den Or-den noch prositiren und darin beharren, auch derselben Lande Preu-ßen Grafen, Freien, Herren, Rittern, Knechten, Mannen, Vögten,Amtleuten, Bürgermeistern, Räthen, Bürgern, Pflegern, Gemeinden,Hintersassen und Unterthanen ernstlich und festiglich mit diesem Briefe,daß sie den genannten unfern Bruder als Administrator des Hoch-meisterthums in Preußen für und als einen Administrator des Hoch-meister-Amtes auf- und annehmen und Sr. Liebden in allen undjeglichen Ihr und Ihres Ordens und Land Preußen mit Ihren zu-gehörten Geschäften und Sachen, Sr. Liebden und Ihres OrdensRegalien, Lehen, Gericht und Herrlichkeit berührend, und in. allem
') Am 6. April 1613 befand sich der Deutschmeister zu Jnspruck und ent-schuldigte sich von dort beim Kaiser, wenn seine Abgeordneten wegen Krankheitund anderer Hindernisse nicht rechtzeitig ans dem Reichstage erscheinen könnten.Wiener R.-Archiv.