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2 (1859)
Entstehung
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Siebentes Kapitel.

Der Orden unter den Hoch- und DeutschmeisternKarl Erzherzog von Oesterreich und JohannEustach von Westernach.

1618—1624. 1625—1627.

<Der auch nur einige Kenntniß von dem blutigen Völkerkrieggewonnen, welcher das Deutsche Vaterland dreißig Jahre lang, wienoch nie ein anderer, verheerte und entvölkerte, der wird wissen,welcher unheilvollen, unglückseligen Zeit der Erzherzog Karl vonOesterreich entgegenging, als er gegen Ende des I. 1618 als Mei-ster an die Spitze des Ordens trat '). Die feierliche Einführungin sein hohes Amt erfolgte jedoch zu Mergentheim erst am 14. Ja-nuar 1619. Es bedurfte dießmal keiner neuen Meisterwahl, daihm im letzten General-Kapitel die Nachfolge schon einstimmig zu-erkannt war. Er ließ dem Kaiser durch den Komthur Adam Frei-herrn von Wolkenstein die Bitte vortragen, ihm den Empfang derRegalien auf acht Monate zu fristen, um bis dahin die dazu nöthi-gen Bedürfnisse ordnen zu können^).

') Der Röm- König säumte nicht, bald nach dem Tod des ErzherzogsMaximilian in einem Schreiben die OrdenSgebietiger anfzusvrdern, den Erzher-zog Karl, über dessen Wahl bereits Alles in Ordnung gebracht sei, nun »mitden dazu gehörigen Requisiten und Ceremonien unfehlbarlich anfznnehmen undals obersten Deutschmeister anzuerkennen.» Das Schreiben dat. Wien 29. No-vember 1618 im R.-Archiv zu Wien.

I Schreiben des Freiherrn Adam v. Wolkenstein an den Kaiser, dat. 3. Ja-nuar 1619.

Voigt, d. Deutsche Orden, ll.

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