Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
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353
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Man hat daher

S = 9° 9

und

tg üo = tg s Cos 9 >

für diese Uhren ist also die Basis zugleich die Mittagslinie unddie Substilarliuie.

VI. Fiir Horizontaluhren ist die Uhrebene im Horizonte, alsoA = b = c = 90

und

S = 9-Man hat daher

tg <a = tg s Sin f.

YH. Für Äquinoctialuhren ist die Uhrebene iin Äquator, alsoA = b = f ,c = 9°

und daher

> = s

Die einfachste von allen Sonnenuhren ist also die Äquinoc-tialuhr. Sie ist ein Kreis, dessen Neigung gegen den Horizontgleich

9° 9 ,

und durch dessen Miltelpunct senkrecht auf seine Ebene der Stilgeht, dessen Schatten auf der in 24 gleiche Theile eingctheiltenPeripherie die Stunden anzeigt.

Die einfachste nach dieser ist die Horizontaluhr VI, derenNeigung gegen den Horizont Null ist, und deren Stil gegen dieMittagslinie um den Winkel

9

geneigt ist. Eine andere Kreisebene senkrecht auf diesen Stil undin 24 gleiche Theile gctheilt , wird zugleich die Äquinoctialuhrgeben. Verlängert man die Schattenlinien dieser Äquinoctialuhr,bis sie die Ebene der Horizontaluhr treffen , so bezeichnen dieseDurchschnitte die Schattenlinien der Horizontaluhr. Ebenso kannmau die Mittagsuhr V, und jede andere mittels der Äquinoctial-uhr verzeichnen.

In der Ausübung wird man am bequemsten so verfahren :Vor der Mauer, auf welcher die Ehr verzeichnet werden soll,stellt man einen Tisch horizontal, und über ihm eine parallel mitdem Horizonte bewegliche Stange, von welcher zwey Faden mitunten spitzen Gewichten bis nahe an den Tisch herabhängen. AufTI. Z