eum debellari“. Erfchrocken Uber cliefen Angriff, wird er durch die Er-fcheinung des Kreuzes getröftet ... „et occidit multos Saracenos“.Darauf fchickt er feine Mutter Helena nach Jerufalem. Vgl. Mign6 94,S. 494 f. — Bezüglich des Planes, den Reichsfitz aus Oftrom wieder inden Occident zu verlegen vgl. Sigebert, Chron. Mi. töo, 126.
51) Das Motiv, dafs nur noch ein Weib den Tron in Byzanz inriehatte, fpäter oft wiederholt, findet fich fchon in den Annales Lauresha-menses (Pertz M. G. S.S. I, 38), deren Latinität fchon den alten Ur-fprung bezeugt. Obgleich die Uebertragung ganz als Tat des Papftesund der Kirchenverfammlung dargeftellt wird, heifst es doch von demneuen Kaifer, dafs er „ipsam Romam tenebat, ubi semper Caesaras (sic)sedere soliti erant“, fowie dafs er durch Gottes Hand alle die Provinzenbefafs, die fonft den Rom. Kaifern gehört. — Die Motivierung aus derUnfähigkeit des Byzant. Reiches und den Erfolgen der Franken gegendie Sarracenen vgl. fchon auf Carl Martells Zeiten bezogen bei Gotfr. v.Viterbo, Pantheon Mi. 198, 918. 922. Ausfürl. fpäter bei Petr. v.Andlo a. a. O. I, cp. 13. fol. 55 ff., wo fich auch der Begriff der„discessio“ für das Byz. Reich auf Pleraklius’ Zeit angewendet findet, undRolewinck (Piftor.-Struve Script, germ. II, 513). — Auffallender mufses erfcheinen, dafs manche Chroniken das Eräugnis gar nicht oder nurganz nebenfächlich erwänen, vgl. Chronicon antiquissimum ed. Mai beiMigne 94, 1165 und ebenda chronicon breve S. 1179 (vgl. Anm. 53).Endlich fei als Beleg für meinen Stuttgarter Vortrag S. 16 hier derRaffung bei Gerhoh erwänt, die auch für die fpätere Uebertragung desKaifertums noch Bedeutung behält, dafs Conftantin den Reichsfitz nachByzanz verlegt habe, um den Papll in feinem älter begründeten Herr-fchaftsgebiete nicht zii genieren: Opp. Gerhohi . . . hactenus inedita cur.Frid. Scheibelsberger I. Linz. 1875. S. 74, c. 23. — Dafs Carls d. Gr.Mutter Bertha eine Romanin war, vertritt u. A. Gotfr. v. Viterboa,- a. O. S. 926. Später macht Lupoid v. Bebenburg dies fammt demandren Fall, dafs Conftantins Mutter eine Deutfche gewefen,^ dafür geltend,dafs die Päpfte den Kaifern andere Rückfichten fchuldig gewefen wären.Das Argument ift freilich auch auf ein Frauengemüt berechnet, vgl.Ottok. Lorenz, D. Gefchichtsquellen II, S. 317 f.
5 2 ) (S 33.) H. A. Keller, Altfranzöf. Sagen. Tübingen 1839.S. 26 ff(Die 2. Aufl. Kellers ift wefentlich unverändert). S. die Quelle, einfranzöf. halb humorift. Epos des 12. Jahrh., bei Gallon Paris a. a. O-S. 34? f. (f. Anm. 35). Zuletzt hat d. Chanson du voyage de Charle-magne krit. unterfucht Dr. Ed. Kofchwitz. Ileilbronn (Henninger) 1876.
53) Vgl. Pertz Mon. G. S.S. VIII, 564 und XX, 783. Ado v.