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14 (1853)
Entstehung
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glcichheit ihrer Geistesanlagen, Erziehnngen, Kenntnisse und Schick-sale nothwcndig auch ungleiche Vorstellungen von übersinnliche»und göttlichen Dingen zur Folge haben müssen. Zugleich aber er-kannte ich, daß die Mensche» aller Zeitalter und aller Weltgegen-dcn durchaus einerlei Gesetz des Denkens, einerlei Bewußtseindes Rechts und Unrechts, einerlei Ahnung von ihrer Fortdauernach der Todesstunde des Leibes, einerlei Ahnung vom Daseineines höchsten Wesens besitzen; daß also weder die Vernunft, nochdas Gewissen, noch der Gottgedauke, etwas durch Hörensagen Er-lerntes, sondern dem Innern des Geistes Angehörcndes, von ihmUntrennbares sei, was dem Thicre fehlt.

Um so mehr erstaunt' ich, daß die große Masse des Menschen-geschlechts weit eifriger iu Pffcge und Schmückung dessen ist, worinsie de» Thicrcn gleich steht, als wodurch sie über das vernunft-lose Thicrrcich hcrvorragt. Selbst bei Nationen, wo Künste undWissenschaften zu einer nie vermuthctcu Höhe erwachse» sind, wer-de» diese meistens zum Dienst materieller Interessen verwendet.Hatt' ich denn, als Kind, so ganz unrecht, die Menschen nur fürklügere Thicre zu halten?

Diese Verkehrtheit ist um so auffallender unter denjenigenbildnngsreichcrn Nationen, die sich mit Besitz der christlichen Re-ligion brüste», deren heiliger Urheber doch das volle Gegcuthcilgelehrt hat. Immerdar zeigte und führte er vom Irdischen hin-weg zum Uebcrirdischcn empor; vom Vergänglichen zum Unver-gänglichen. Von allen Geistern, die je ans Erden erschienen sind,hat er offenbar den göttlichsten Einstuß geübt. Wenn dieser ge-schwächt ward, geschah cs, wie die Geschichte Beweis leistet,jederzeit durch Unverstand, oder selbstsüchtigen Eigennutz der Glau-bens- und Staatsgebieten.

Christus lebte und lehrte unter einem Volke des Morgenlandes,welches bei gebildeter» Nationen durch seinen Aberglauben zum