Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Schweizer-Skizzen

28cr redet nicht gerne Von dem was er liebt? Dem Schweizereinmal gilt auf Erden Nichts über sein schönes Vaterland. Erliebt cS mit jener inbrünstigen Liebe, womit ei» treues Kind seineMutter umfängt. Kein Wunder daher, daß, wessen das HerzVoll ist, der Mund so gern übersticßt. Und wie für die eige-nen Bewohner, behält dieses von der Schöpfcrhand Gottes sowuudcrhcrrlich gebaute Gebirgsland auch für Fremdlinge seinewiges, hohes Interesse. Wer einmal die malerische Anmuthdieser Thalgeländc, oder die erhabene Einsamkeit ihrer Bcrgweltsah, gibt die Erinnerung »m Vieles nicht hin. Nicht bloß aberdie milde und wilde Pracht der Natur, die sich hier auf einemFlächcnrauni Von kaum 60 !) Geviertmcilen in unendlicher Mannig-faltigkeit ansbrcitet, sondern eben so sehr die seltsame Paarungdieser altcrthümlichcn und neuen Sitten, dieser so ganz andernStaatengebilde, als sie im übrigen Wclttheil bestehen, und derOdem der Freiheit, welcher durch die zwei und zwanzig Republikenweht, bringt den cigenthümlichen Reiz hervor, welcher den Lust-Wanderer, Maler, Naturforscher und Staatsmann immer wiederneu anzicht.

Allerdings, auch andere Länder Europa's haben ihre Schön-heiten; aber nirgends, wie hier, überraschen sie durch schnellemZsch. No». XlV. 4'