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Andere Reisende stiegen auf felgender Station ein. Die Un-terhaltung ward bunter, aber nicht unterhaltender. Ich suchte sienur auch bald außerhalb dem Wagen. Am Fnß einer Berghohelag rechts ein armes Dorf, ich glaube, man nannte cs Zlegen-Hansen. An steiler Felswand darüber zählt ich ungefähr einDutzend großer Löcher.
„Horsten dort oben Adler oder Geier?" fragt' ich den Kondukteur.
„Etwas Aehnliches wenigstens," erwicdcrte er: „Von Zeit zuZeit nisten da Zigeuner oder Hcimathlvse, die in der Welt nm-herziche». Sie sind übrigens nicht bösartiger Natur. Zwar wurdedie Post einmal von dergleichen Strolchen angefallen; doch entkamsie glücklich und kampflos."
Ich erinnerte mich jetzt, auch am Bodcnsee, ohnwcit Ncber-lingen, Höhlen der Art in Sandsteinfelsen cingehauen gesehenzu haben, die sonst ebenfalls von derlei Troglvdytcnfamilicn be-wohnt gewesen waren. Ich fand dies romantische Ueberbleibselrecht artig für einen Walter Scotts-Roman; aber nicht halb sosehr für ein gesittetes Zeitalter. Wahrlich gibt'S in unfern euro-päischen Mnsterstaatcn noch viel ansznflickcn. Man nimmt sichaber Zeit dazu nnd nennt das historische Entwickelung der Natio-nen; verschwendet unermeßliche Summen zur Erbauung Von Thea-tern, Palästen, Domen, Klöstern, Kirchen nnd andern Pracht-werken; hat Nebenfluß für das Neberslüsstge und läßt Tausendeim Lande nmhcrirren, ohne bleibende Hcimath, ohne Obdach,ohne überwachte Erziehung. Zeder Vogel hat sein sicheres Nest;der Heimathlose nicht.
Wer ein fremdes Land besucht, nimmt zur Würdigung deröffentlichen Einrichtungen daselbst, die seines eigenen Landes ;»mMaßstab, weil er keinen andern hat. So gcht'S auch mir. Ichfinde, daß es mit dem Bürger- nnd Heimathsrechte der Menschenin Italien, Frankreich nnd Deutschland noch ein lockeres, unsicheres