Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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Wir blieben in Barcelona nicht länger, als nöthig war, unsereHabseligkeiten in Geld zu verwandeln, und uns in schlechte Kleiderzu stecken, um »»bemerkbar durchs Innere von Spanien zu Fußzu reisen. Wir machten de» Weg durch Catalonicn gen Sa-ragossa; wir änderten, so oft wir konnten, die Verkleidung;reichten bald als wohlhabende Kanflcute, bald als Bettler, baldals verabschiedete französische OfnzierS, bald als Handwerksbnrsche,bald als Kolonisten. Wir versäumten nichts, um überall hinteruns jede Spur zu verlöschen, die uns den zahllosen Spionen derJnqnisttion hätte verrathcn können. Am gemeinsten trugen wirPilgerkleider. Unser Ziel waren die Gebirge von Navarra undBiscaha.

Unterwegs erfuhr ich denn auch sehr umständlich, wie Clermontzur Entdeckung von Mcnica's Aufenthalt gelangt war Meni-ca's Bruder hatte ihm das Geheimniß, freilich gegen seinen eigenenWillen, ausgeschwatzt.

Dieser Mönch hatte nämlich, als er Clermonten mit furcht-baren Drohungen ermahnte, seine Gedanken an Mcnica auszn-opfern, vorausgesetzt, Clermont sei mit ihr vertranter, als erwirklich war; wisse ihren Aufenthalt zn St. Filippo, wo siebei ihrer Mutter wohnte ans einem kleinen Landgntc; sei mit ihrschon in einem gewissen Einverständnisse, und habe ihr mancher-lei Versprechungen gethan. Der Mönch hatte ihm bei dieser Unter-redung die heftigsten Vorwürfe gemacht, einem unschuldigen, harm-losen Mädchen die Ruhe geraubt zn haben; ihr Empfindungencingeflößt zu haben, welche sie niemals erwicdern dürste, weil sie,nach dem einstigen Tode ihrer Mutter, dem Kloster gewidmet sei.Seid dankbar," sagte der Mönch:nnd störet nicht ferner denFrieden unserer Familie. ES wäre mir leicht gewesen, Euch znverderben, hätte meine Schwester nicht selbst für Euch gebeten,und mir geschworen, Eurer nie wieder zn gedenken, nnd alle Ver-