337
Hangematte schlief. Er stand in Nelseklcidern vor mir, und sagte:„Lieber Palmer, ich verlasse das Schiff; ich wollte ohne Abschiedvon Ihnen, denn ich darf es von ihrer Freundschaft nicht fordern,daß Sic sich meinetwillen in neue Gefahren stürzen. Aber Abschiedmuß ich nehmen von Ihnen — ich kann mich selbst nicht über-winden. Ach, Vielleicht sehen wir uns in diesem Augenblick zumletzte» Mal ans Erden!" Er schloß mich in seine Arme und weintebitterlich.
„Nm Gotteswille», Clcrmont, was haben Sie im Werke?Warum mich verlassen? Wohin wollen Sie?" ries ich.
„Der Schiffskapitän gibt Ihnen Morgen einen Brief Von mir;daraus werden Sie Alles erfahren. Aber mein Entschluß ist ge-nommen. Sie können mich nicht mehr davon abwendig machen."
Ich sprang aus der Hängematte, warf mich in die Kleider,und sagte: „So komme» Sie nicht von mir. Entweder Sie bleibenhier, oder ich begleite Sie. Wohin wollen Sie?"
„Wir sind," sagte er, „vor Bareellona. Meine Effekten sindschon ins Boot gebracht. Ich gehe ans spanische User zurück."
„Warm» das?"
„Fragen Sie das noch, Palmer? Ich kenne Mcniea'S Auf-enthalt. Ich weiß Saapio de Saagim. Mcniea liebt mich —Palmer, o Palmer! es ist ja nur ein Sprung durch die Pyrenäen,und Meinen gehört mir."
„Ich begleite Sie aus Land. Lassen Sie meine Effekten aufsBoot bringen. Wie konnten Sie so bald zum Zweifler an meinerFreundschaft werden?"
„Soll ich, Palmer, soll ich, wen» ich verunglückte, auch Sicin mein Verderben ziehen? Die Inquisition lauert uns ans."
Er sprach vergebens. Ich rüstete mich, packte ein; wir nahmenvom Kapitän Abschied, und das Boot brachte uns nach einigenStunden ans Land.
Zsch. No». XIV.
15