Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
Seite
336
Einzelbild herunterladen
 

336

euch, dem heiligen Gericht des Glaubens zum audcrnmal in dieHände z» fallen/'

Indem er unser Zimmer verließ, befahl er-Clermonten, ihnzu begleiten. Nach einer Viertelstunde kam Clermont zu mir zurückmit verstörter Miene.Sollten Sie cs wohl denken," sagte erzn mir:dieser Pfaffe ist Menica's Bruder! Aber auch der Satanwar ja einst mit den Engeln verschwistert., ehe er aus den Him-meln verstoßen ward."

Unsere Effekten wurden in denselben Gasthof znrückgebracht, wowir in Sevilla zuerst cingckchrt waren. Wir mußten zum Prä-sident des Tribunals, um ihm für die erhaltene Gnade zu danken,und noch andere kleine Förmlichkeiten beobachten, ehe wir nachCadir abrciscn konnten. Dies geschah, sobald wir mit Allem imReinen waren. Das geistliche Abenteuer hatte uns Geld genuggekostet.

Seit dem Morgen unserer Abreise war Clcrmont sonderbarverändert. Bald fiel er mir um den Hals und drückte mir mitwilder Fröhlichkeit die Hand; bald saß er stumm und nachdcnkcndstundenlang neben mir, was er sonst niemals gethan. Ich schriebdiese Launen, diese heftigen Bewegungen seines Gemüthes an-fangs dem Außerordentlichen seiner Lage zu. Mit dem Gewinnder Freiheit hatte er die Hoffnung verloren, Mcnica wieder zusehen. Aber ich irrte mich. Ein anderes Gehcunniß war cs, dasseine Seele beschäftigte, wie ich bald ans seinem ganzen Betragenahnen konnte. Der Name Menica, statt seine Unruhe, seinenKummer zn erneuern, wie einst, war jetzt das Loosnngözeichenseiner fröhliche» Ausgelassenheit geworden.

So war er auf dem Wege von Sevilla nach Cadir; so war erans dem Schiffe, mit welchen, wir von Cadir nach Marseille segel-ten. Wir fuhren den spanischen Küsten nach.

Einst weckte er mich nach Mitternacht, da ich ruhig in meiner