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mid ward es noch mehr, da ich an der Thür des Nebenzimmersden Kerl mit dem blutigen Arm und Messer, und neben ihmweinend — wer hätte es glauben sollen — die schone Tochter derDonna Herrera sah.
So wie Clermont fiel, warf sic rings einen wilden, schüchternenBlick durch den Saal, sprang dann jählings Nor zu Clermont,und richtete, über ihn hingebcngt, sein Haupt empor, und riefseinen Namen und rief Hülfe. — Dieser Ton, und von diesemholden Engel, erweckte den Todten schleunig. Er hob sich, starrtedas wunderbare Mädchen an, wie ein Träumer, »nd stammelte:„Sind Sic cs, Mcnica?"
Dieser seltsame Auftritt, welchen man eher auf einem Theater,als im Vcrhörsaal eines Inquisitions-Tribunals, gesucht hätte,schien selbst den Inquisitoren so unerwartet und überraschend, daßsic eine ganze Zeit, ohne einen Entschluß zu fassen, betroffen undals stumme Zuschauer da saßen. Clermont hatte vergessen, wo erwar; er hob voller Liebe, sprachlos, Arme und Augen zu der An-gebeteten empor, die mit thränenvollcn Augen, ans welchen Angstund die leidenschaftlichste Thcilnahme redeten, auf ihn niederblickte.
Der Inquisitor gebot und winkte. Die Familiäres traten hinzu.Den Mönchen war durch dieses Intermezzo nur eine Confrontationverdorben, die sie beabsichtigt hatten. Die Elenden wußten nichtwas Liebe sei. „Wie unglücklich," sagte einst die heilige The-resia vom Teufel: „Wie unglücklich ist er, da er niemals dasGefühl der Liebe kennt!"
Ich ward von den dienstbaren Geistern des Tribunals in meineeinsame Zelle zurückgcschlcppt, »nd erfuhr nicht, was ans Cler-mont geworden. — Welche schreckliche Nacht verlebt' ich hier! Ichschlief nicht, ich wachte auch nicht. Ich quälte mich mit wildenFieberträumen, in welchen Clermont, Meniea, die Mönche undblutigen Diener der Inquisition durch einander gaukelten.