Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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daran. Den» mein Freund Clermont, von zwei Knechten der In-quisition gehalten, wie ich, ward hereingcschleppt. Wie gernwären wir einander Herz an Herz geflogen, nneingedenk der Ehr-furcht, die wir diesem Gericht schuldig waren. Clermont, sobalder mich erblickte, lächelte mich an, und rief:Leben Sic dochnoch, liebster Palmer?"

Der Inquisitor warf einen fürchterlichen Blick auf ihn. Clcr-mont schwieg und seufzte.

Und nun erhob sich der Pfaff vom Stuhl, und hielt uns im wah-ren Kapuzinerstyl eine Predigt, worin er uns mit allen Schreckender Hölle bedrohte, oder besser, mit allen Qualen nnd Folternder Inquisition, wenn wir nicht noch in dieser Nacht, in dieserStunde bekennen würden, warum wir mit so vielem Eifer demKloster Saapio de Saagim nachgeforscht hätten.

Ich Hab' es schon zehnmal gesagt!" rief Clermont, nnd wie-derholte seine nnd meine Geschichte mit aller Umständlichkeit, wieich sie selbst erzählt hatte.Ich hielt," sagte er,die schöneDonna Menica für nichts mehr und nichts weniger, als für eineTochter der Donna Herrera. Ist sie cs nicht, oder ist's ein Ver-brechen von mir, um das Herz dieser Donna zu werben, so werd'ich dem höchsten meiner Wünsche gern entsage», ohne darum auf-zuhören, sie zu lieben. Nie aber Hab' ich geglaubt, einem soerhabenen Tribunal, wie dasjenige, vor welchem ich jetzt stehe,mit meinen kleinen Herzensangelegenheiten beschwerlich fallen zumüssen."

Der alte Mönch schüttelte ungläubig den Kopf; er läuteteeine kleine Glocke. Da trat ein gemeiner, schlecht gekleideterKerl herein, mit weit anfgestreiften Hemdärmcln nnd abscheulicherPhysiognomie. In der rechten Hand, die etwas blutig war, truger ein Messer; der linke, nackte Arm war bis zur Hälfte naßnnd roth, als hätte er ihn erst frisch in Blut getaucht. Ich ver-