Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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setzen war so heftig, daß ich kein Wort mehr hervorbringc» konnte.Ich lehnte mich kraftlos an die Wand. Meine aufgeregte Ein-bildungskraft gaukelte mir die abscheulichsten Bilder vor. Ich sahmeinen Freund Clermont im Geiste von gefühllosen Henker» ge-foltert; denn das dumpfe, klägliche Aechzen in dem Nebenzimmerdauerte unaufhörlich fort.

Die Verzweiflung gab mir wieder Sprache, welche das Schreckenmir geraubt hatte. Ich beschwor die Richter, mir mein und Cler-monts Verbrechen zu nennen, damit wir unsere Unschuld beweisenkonnten. Ich sagte alles, was der namenlose Schmerz, der michergriffen hatte, einflößcn konnte. Aber die kalten Pfaffen saßenda, schwiegen, lasen, schrieben, und hörten mich nicht an. DerPräsident gebot mir endlich, bei schwerer Strafe zu schweigen.

Ich schwieg. Er klingelte. Zwei Familiäres traten herein.Er sprach:Die Acltere!" Sie gingen in ein Nebenzimmer,und kamen bald darauf mit einem Frauenzimmer zurück, welchesfast ohnmächtig ward, und kraftlos in den Armen ihrer Führerhing. Wie erstaunt' ich, hier die würdige Madame Dnmonlinzu erblicken!

Sie war bleich, wie eine Sterbende. Sie zitterte an alle»Gliedern. Der Inquisitor wies auf mich, fragte, ob sie michkenne, und sie nannte ihm meinen Namen. Der Inquisitor winkte,und man führte sie wieder hinweg.

Ich begriff nicht, wozu diese seltsamen Anstalten? Zch wolltereden, wollte das Gericht ansiehen, nicht andere unschuldige Per-sonen in unfern Prozeß zu verwickeln; der Inquisitor aber gebotmir das Stillschweigen, gab einen Befehl leise dem ihm zunächstsitzenden Schreiber, der sich darauf entfernte.

Nach einiger Zeit öffneten sich abermals die Flügel der Ncben-thüre. Zwei Familiäres, welche neben mir standen, bemächtigtensich in eben dem Augenblick meiner Arme. Sie thaten sehr wohl