Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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spanische Nativ» ans! Seit die Inquisition »nter Ferdinand nndIsabelle im Jahr 1479 in Spanien cingcsührt worden, ist dieseedle Nation i» schändliche Sklaverei untcrgesnnken, sie, die nochkurz vorher unter den Völkern Europa'ö als eines der ersten glänzte.Wo Gctstesfrcihcit mangelt, verdirbt das größte nnd edelste Volkin thicrtscher Dumpfheit;. cs geht in einem trüben Wahnsinn zit-ternd durchs Leben, ohne Muth, ohne Kraft, nur dienstbar demHochmnth schlauer Priester, und entsetzlich in den Aeußernngenseines Fanatismus. Unfähig sein Joch abzuschütteln, kann esnur dasselbe küssen. Als vor ungefähr zehn Jahren noch ein Ketzerzu Arcnas verbrannt ward, riefe» die Zimmcrlente, welche de»Scheiterhaufen nnd die Bühne bauten:Gelobt sei Jesus Christus!Wenn es zu dem heiligen Werke an Holz fehlen sollte, würdenwir dazu lieber unsere eigenen Häuser niederrcißen!"

Nach drei Wochen so lange war ich mir in meiner Einsam-keit selbst überlassen geblieben ward ich abermals vors Gerichtgefordert. Diesmal berief man mich erst spät des Abends. ImVerhörsaal brannten schwarzgefärbte Kerzen.

Ich hörte von Zeit zu Zeit in den Nebenzimmern ein dumpfesGeräusch; ein Schlagen, wie mit Ruthen, ängstliches Stöhnen,wie das Stöhnen des verbissenen Schmerzes. Die Mönche saßenunterdessen schweigend da, lasen in Schriften oder schrieben, undschienen um das, was seitwärts vorging, wenig bekümmert. Einkaltes Grausen floß mir über den Rücken.

Nach einer Weile befragte mich der hagere Alte, ob ich mei-nen Sinn geändert habe und geneigt sei, die Wahrheit zu ge-stehe». Ich erklärte ihm noch einmal, daß ich mich keines Fehlsbewußt wäre. Indem ich sprach, schrie plötzlich eine Stimme ineinem der Scitengcmächcr:Palmer! Palmer!" Es war Ver-monts Stimme. Ein heftiger Fall, der den Boden erschütterte,folgte auf diesen Ruf, und ich vernahm nichts mehr. Mein Ent-Zsch. Nov. XlV. 14 *